Die Saison 2010/2011

   
Hamburger SV

2:1 

FC Schalke 04

Spielbericht

Ruud van Nistelrooy hat das Duell der Stürmerstars gegen seinen früheren Teamkollegen Raul für sich entschieden und dem Hamburger SV in der Spitzenpartie des ersten Spieltags gegen den FC Schalke 04 einen Sieg beschert.

Der niederländische Torjäger krönte seine Galavorstellung mit einem "Doppelpack" (46./83.) beim 2:1 (0: 0)-Erfolg der Hanseaten. Die "Knappen" kassierten dagegen trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichtreffers von Jefferson Farfan (80.) nicht nur die erste Auftaktpleite seit sechs Jahren, sondern verloren außerdem Abwehrspieler Benedikt Höwedes durch eine Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels in der 60. Minute.
HSV bestimmt das Geschehen

Allerdings hätte die Niederlage der "Königsblauen" sogar deutlich höher ausfallen können, wenn die Hausherren nicht zahlreiche weitere Chancen vergeben hätten.

Denn trotz Überlegenheit mussten sich die Hamburger zur Halbzeit mit einem torlosen Remis begnügen. Die Gelsenkirchener hatten zwar alle Hände voll zu tun, die Anfangsoffensive des HSV zu bremsen, hielten dem Druck zunächst allerdings stand.

Schon in der 2. Minute konnten die Gäste nur knapp einen Rückstand verhindern, als Jermaine Jones eine Flanke von Guy Demel vor van Nistelrooy klärte. Zwei Minuten später kam der ehemalige Star von Manchester United und Real Madrid dann zwar am Strafraum an den Ball, blieb mit seinem Schuss aus der Drehung aber an einem Schalker Abwehrbein hängen.

"Van the Man" trifft die Latte

Die "Königsblauen" sorgten mit sporadischen Entlasungsangriffen nur selten für Gefahr vor dem Tor von Frank Rost. Nur einmal musste der Keeper sein ganzes Können aufbieten, als in der 24. Minute Edu plötzlich frei vor seinem Kasten auftauchte, er dessen Schuss aber mit einer starken Fußabwehr parieren konnte.

Danach waren die Platzherren wieder am Drücker und hatten durch Mladen Petric in der 30. Minute ihre bis dahin beste Chance. Nach einer schönen Flanke von Eljero Elia strich der Kopfball des Kroaten nur knapp über das Tor. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs knallte van Nistelrooy einen Freistoß aus 22 Metern an die Querlatte, im Nachschuss scheiterte Elia an Manuel Neuer.

Hanseaten lassen Chancen liegen

Nur 20 Sekunden nach dem Seitenwechsel machte "Van the Man" es dann besser: Nach Vorarbeit des ebenfalls sehr agilen Eljero Elia nahm der Routinier den Ball direkt aus dem Lauf und ließ Neuer keine Chance. Vier Minuten später verhinderte der Schlussmann mit seiner Abwehr eines Schusses von Marcell Jansen das 2:0.

Dann setzte sich erneut van Nistelrooy in Szene, umkurvte zwei Abwehrspieler und verpasste erst in letzter Sekunde aus spitzem Winkel seinen zweiten Treffer. Auch Petric (57.) und Ze Roberto (62.) vergaben weitere Gelegenheiten. Beinahe wäre dies bestraft worden, als Farfan aus heiterem Himmel den Ausgleich erzielte. Aber auf van Nistelrooy war letztlich Verlass.

 
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FC Schalke 04

 1:2

Hannover 96

Spielbericht
 

Der Fehlstart von Vizemeister Schalke 04 in die neue Saison der Bundesliga ist perfekt. Das Team um den erneut schwachen Superstar Raul verlor gegen Hannover 96 nach einer enttäuschenden Vorstellung verdient mit 1:2 (0:1) und musste nach dem 1:2 beim Hamburger SV zum ersten Mal seit der Saison 1987/88 wieder zwei Niederlagen in Folge zu Beginn einer Spielzeit hinnehmen.

Auch damals hießen die Gegner HSV und Hannover, am Ende mussten die "Königsblauen" den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Felix Magath kassierte erstmals in seiner Trainerlaufbahn zwei Start-Pleiten.

Rausch trifft erneut

Konstantin Rausch (31.) und Mohammed Abdellaoue (49.) erzielten die Tore für die Niedersachsen, die am ersten Spieltag 2:1 gegen Eintracht Frankfurt gewonnen hatten. Den Schalker gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Jermaine Jones (82.). Zuletzt hatte Hannover im Jahr 1965 die beiden ersten Saisonspiele gewonnen. Ein besonderer Sieg war es für 96-Trainer Mirko Slomka, der erstmals seit seiner Entlassung auf Schalke in die Arena zurückkehrte.

Der Vizemeister hätte durchaus noch höher verlieren können. Moritz Stoppelkamp vergab schon vor der Pause zweimal die Chance zum 0:2, als er zunächst in der 37. Minute aus kurzer Distanz freistehend neben das Tor schoss und eine Minute später nur den Innenpfosten traf.

Schalke offensiv ohne Durchschlagskraft

Während Schalke offensiv ohne Selbstvertrauen, Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft agierte und in der Defensive wie schon in Hamburg zahlreiche Fehler beging, spielte 96 von Beginn an gut mit und nutzte die Unsicherheiten der Gastgeber immer wieder aus.

Die größte Gefahr der Schalker entwickelte noch Jefferson Farfan, der zuvor alle drei Schalker Pflichtspieltore in dieser Saison erzielt hatte. Der Peruaner köpfte in der elften Minute zwar ins Tor, doch die vorangegangene Ecke von Ivan Rakitic hatte die Auslinie überschritten. In der 21. Minute vertändelte Jermaine Jones den Ball, nachdem Raul mit der Hacke weitergeleitet hatte - die beste Szene des Spaniers vor der Pause.

Sarpei gibt Debüt

Hannover wurde immer mutiger, und nach einer halben Stunde nutzte Rausch die Unordnung auf der rechten Schalker Abwehrseite, tauchte frei vor Manuel Neuer auf und ließ dem Nationaltorwart keine Chance.

Der Ex-Leverkusener Hans Sarpei gab nur zwei Tage nach seiner Verpflichtung sein Debüt auf der linken Abwehrseite, konnte der Deckung aber auch keine Stabilität verleihen. Für den Gelb-rot-gesperrten Benedikt Höwedes spielte Joel Matip in der Innenverteidigung neben dem Ex-Dortmunder Christoph Metzelder, der sein erstes Heimspiel für die "Königsblauen" bestritt. Slomka vertraute der Elf, die Eintracht Frankfurt bezwang. Auch in diesem Spiel hatte Rausch das 1:0 erzielt.

Nach der Pause und dem schnellen 0:2 blieben die Schalker bieder. Hannover hatte mit den harmlosen Angriffsversuchen der Gastgeber kaum Probleme.

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TSG Hoffenheim

 2:0

FC Schalke 04

Spielbericht

Der neue Heilsbringer Klaas-Jan Hunterlaar hat Schalke 04 noch keine Erlösung gebracht. Auch mit seinem Traumsturm Huntelaar und Raul hat der Vizemeister seine Pleitenserie in der Fußball-Bundesliga durch ein 0:2 (0:1) bei Spitzenreiter 1899 Hoffenheim fortgesetzt.

Mit drei Niederlagen startete Schalke zuletzt 1987/88 in die Saison - damals stiegen die Königsblauen ab. Damit ist der Druck auf die Knappen und ihren allmächtigen Trainer-Manager Felix Magath vor dem Start in der Champions League am Dienstag bei Olympique Lyon sowie dem Revierduell am nächsten Wochenende gegen Borussia Dortmund weiter gewachsen. Hoffenheim schwebt dagegen nach dem dritten Sieg durch das zweite Saisontor von Isaac Vorsah (37.) sowie das Last-Minute-Eigentor von Nationaltorhüter Manuel Neuer (90.+3), der einen Freistoß von Hoffenheims Sejad Salihovic ins eigene Tor abprallen ließ.

Schon vor der Partie hatte Magath nach dem Radikalumbruch um Geduld gebeten. "Dies ist eine Mannschaft mit einer großen Perspektive, aber das Team wird vielleicht nicht sofort ganz vorne mitspielen", sagte der Schalker Macher.

Schalke beginnt engagiert

Dabei begann Schalke in der ausverkaufen Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim engagiert. Zwei Tage nach seiner offiziellen Vorstellung hätte Huntelaar bei seinem Debüt einen Traumeinstand feiern können. Der 14 Millionen Euro teure Neuzugang vom AC Mailand verpasste zunächst aus acht Metern das Tor (9.). In der zweiten Halbzeit lenkte Hoffenheims Torhüter Tom Starke einen harten Kopfball des niederländischen Nationalspielers an die Latte (59.). Zudem zeigte Sturmpartner Raul aufsteigende Form. Der Spanier, der mit Huntelaar schon bei Real Madrid zusammengespielt hat, hatte zwei gute Möglichkeiten (2. und 26.).

Unsicherheiten offenbarte Schalke aber erneut in der Defensive, in der Sommerschlussverkauf-Verpflichtung Nicolas Plestan mit dem zuletzt gelb-rot gesperrten Benedikt Höwedes die Innenverteidigung bildete. Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder rückte zum Saisonauftakt auf die rechte Abwehrseite und hatte etwas Glück, dass Schiedsrichter Felix Brych (München) nach einem Zweikampf mit Vedad Ibisevic (6.) nicht auf Strafstoß entschied. Zur Pause wurde Metzelder ausgewechselt. Schon in der ersten Halbzeit setzten die Hoffenheimer immer wieder Nadelstiche gegen die Schalker Abwehr.

Gastgeber die bessere Mannschaft

Bei Hoffenheim vertraute Trainer Ralf Rangnick gegen seinen Ex-Klub der gleichen Startelf wie bei den beiden Auftaktsiegen der Kraichgauer. Nach anfänglichen Problemen waren die Gastgeber die bessere Mannschaft. Ibisevic (26.) scheiterte an Nationaltorhüter Manuel Neuer. Fünf Minuten später rollte ein Abpraller von der Brust des Bosniers knapp am Tor vorbei.

Acht Minuten vor der Pause sorgte Vorsah für die verdiente Führung. Nach Vorarbeit von Andreas Beck traf der Verteidiger aus Ghana wie schon beim 1:0-Sieg beim FC St. Pauli per Kopf. Nach dem Seitenwechsel verpasste Ibisevic (58. und 71.) die Vorentscheidung.

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FC Schalke 04

 1:3

BXB

Spielbericht

Ausgerechnet Erzrivale Borussia Dortmund hat den schlechtesten Saisonstart der Clubgeschichte von Schalke 04 in der Bundesliga perfekt gemacht.

Vizemeister Schalke verlor das 136. Revierderby gegen den BVB nach einer schwachen Leistung und einem Doppelpack des Japaners Shinji Kagawa mit 1:3 (0:1) und ist nach der vierten Niederlage im vierten Spiel erstmals seit dem 15. August 1998 Tabellenschlusslicht der Bundesliga. Dortmund verbesserte sich mit dem ersten Sieg in Gelsenkirchen seit Mai 2005 auf den dritten Platz.

Kagawa avanciert zum Matchwinner

Zum Matchwinner beim hochverdienten Erfolg der Borussia avancierte Kagawa. Der Mittelfeldspieler traf in der 20. Minute zunächst zur Führung, mit seinem dritten Saisontreffer erhöhte er in der 58. Minute auf 2:0. Der eingewechselte Neuzugang Robert Lewandowski erhöhte mit seinem ersten Bundesliga-Tor nach einer Ecke von Sahin in der 86. Minute auf 3:0, ehe Klaas-Jan Huntelaar (89.) mit seinem Premieren-Treffer für die "Königsblauen" den Endstand markierte.

Für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp war es bereits der siebte Sieg im achten Pflichtspiel der Saison - aber erst der dritte Erfolg in den vergangenen 24 Revierderbys. Der Schalker Innenverteidiger Nicolas Plestan sah in der 61. Minute Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels.

Deutliche Vorteile für den BVB

Wild gestikulierend und kopfschüttelnd verfolgte Trainer Felix Magath den Auftritt der "Königsblauen" in den ersten 45 Minuten. Einzig Nationaltorhüter Manuel Neuer erreichte vor der Pause Normalform und verhinderte mit zahlreichen guten Paraden einen höheren Rückstand.

Nach 25 Minuten hatten sich die lauffreudigen und kombinationssicheren Gäste ein Eckenverhältnis von 5:0 erspielt, das Torschussverhältnis lautete sogar 10:1 für den BVB, der auf Sebastian Kehl verzichten musste. Der Kapitän hatte sich beim Sieg in der Europa League beim ukrainischen Vertreter Karpaty Lwiw (4:3) einen Riss im Sehnenansatz des linken Hüftbeugemuskels zugezogen und fällt mindestens zwei Monate aus.

Subotic mit Lattentreffer

Dennoch erspielten sich die Dortmunder Chance auf Chance. Ein Kopfball von Neven Subotic landete an der Latte (12.), Kagawa scheiterte ebenso an Neuer (15. und 16.) wie Lucas Barrios (22.). Beim Führungstor der Gäste war aber auch Neuer machtlos, Benedikt Höwedes fälschte Kagawas Schuss aus 18 Metern unhaltbar ab.

Nach den drei Niederlagen zum Saisonstart und der Champions-League-Pleite bei Olympique Lyon (0:1) kam das Magath-Team überhaupt nicht ins Spiel. Nur bei einem Schuss des Niederländers Klaas-Jan Huntelaar erzeugten die Gastgeber Torgefahr (19.). Der spanische Topstar Raul trat kaum in Erscheinung und blieb ebenso blass wie seine Teamkollegen in der Offensive.

Abstimmungsprobleme bei den Schalkern

Die Abwehr offenbarte erneut Abstimmungsprobleme. So hatte der BVB in der 45. Minute die große Chance zum 2:0, doch eine verunglückte Flanke von Kevin Großkreutz ging an die Latte, den Nachschuss von Subotic parierte Neuer.

Nach dem Wechsel waren die Schalker, bei denen Peer Kluge den angeschlagenen Jermaine Jones (muskuläre Probleme) ersetzte, etwas bemühter. In der 52. Minute erspielten sich die Gastgeber den ersten Eckball. Doch das Strohfeuer erlosch schnell. Der zur Pause eingewechselte Jakub Blaszczykowski bediente Kagawa vor dem 2:0 mustergültig

Nach Plestans Platzverweis nach einem Foul an Barrios boten sich den Gästen weitere Möglichkeiten. Nuri Sahin hatte bei einem Lattentreffer Pech (65.), zudem hielt Neuer weiter glänzend - letztlich umsonst.

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SC Freiburg

 1:2

FC Schalke 04

Spielbericht

Schalke 04 ist dank Klaas-Jan Huntelaar der Befreiungsschlag in der Bundesliga geglückt.

Der teuerste Einkauf der "Königsblauen"-Clubgeschichte erzielte in der 87. Minute das Tor zum 2:1 (1: 0)-Endstand und bescherte den "Königsblauen" nach dem schlechtesten Saisonstart der Clubgeschichte mit vier Niederlagen in vier Spielen den ersten "Dreier".

Erneut Baumann im Kasten

Damit kann auch der zuletzt nicht mehr unumstrittene Trainer Felix Magath, dessen Team durch den Kroaten Ivan Rakitic in Führung gegangen war (9.), wieder etwas durchatmen. Für die Freiburger, die den vierten Sieg in Folge verpassten, traf der Senegalese Papiss Cisse zum fünften Mal in dieser Saison (69.). Freiburgs Ivica Banovic (90.+1) sah zudem in der Nachspielzeit wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Vor den Zuschauern im badenova-Stadion dominierten die Freiburger die ersten Minuten. Die Gastgeber, bei denen Ersatzkeeper Oliver Baumann wie schon zuletzt den verletzten Stammtorwart Simon Pouplin ersetzte, drängten die Schalker in die Defensive. Dort offenbarten die "Königsblauen" wie in den vorangegangenen Spielen zunächst große Schwächen.

Erste Chance ist drin

Im Gegensatz zu den zurückliegenden Spielen agierten die Schalker, bei denen Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder nach überstandener Leistenverletzung und der Neuzugang Jose Manuel Jurado von Beginn an aufliefen, aber in der Offensive äußerst effektiv. Nach einem Schuss des niederländischen Starstürmers Klaas-Jan Huntelaar und einer zu kurzen Abwehr Baumanns nutzte Rakitic die erste Chance zur Führung.

Nach der überraschenden Führung überließen die Gäste den Freiburgern wieder über weite Strecken die Kontrolle über das Spiel. Cisse konnte die Möglichkeit zum Ausgleich nach guter Vorarbeit des Marokkaners Yacine Abdessadki aber nicht nutzen (20. ). Anschließend verwalteten die Schalker, deren Abwehrverhalten mit zunehmender Spieldauer immer besser wurde, ihren Vorsprung gegen zu harmlose Freiburger. Huntelaar hätte kurz vor der Pause die Führung sogar ausbauen können (41.).

Fünfter Treffer für Cisse

Nach dem Seitenwechsel ereignete sich zunächst herzlich wenig vor beiden Toren. Die Schalker schienen mit dem knappen Vorsprung zufrieden zu sein, die Freiburger konnten aufgrund zu vieler Fehler im Spielaufbau keinen echten Druck entwickeln. Die einzige nenenswerte Chance in dieser Phase vergab Freiburgs Mittelfeldspieler Maximilian Nicu im Anschluss an einen Freistoß (52.).

Im Anschluss an diese Szene konnten die Schalker, bei denen Metzelder wie Jurado solide Vorstellungen zeigten, die Gastgeber wieder von ihrem Tor fern halten. In der 61. Minute hatten die Freiburger zudem Glück, dass Innenverteidiger Oliver Barth nach einem Ellbogenschlag gegen Huntelaar nicht vom Platz gestellt, sondern von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) nur mit der Gelben Karte bestraft wurde. Kurz darauf schlug Cisse zum fünften Mal in dieser Saison zu.

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FC Schalke 04

 2:2

 Bor. M´gladbach

Spielbericht

Superstar Raul hat Schalke 04 mit seinem ersten Bundesliga-Tor vor dem nächsten Tiefschlag bewahrt.

Der spanische Rekordtorjäger rettete dem deutschen Vizemeister am 6. Spieltag mit seinem späten Treffer (87.) ein 2:2 (0:2) gegen Borussia Mönchengladbach - Raul benötigte exakt 600 Minuten für sein erstes Pflichtspieltor auf Schalke. Gladbach wartet seit dem 2. Spieltag auf den zweiten Saisonsieg.

Klaas Jan Huntelaar (52.) hatte für die "Königsblauen" den Anschlusstreffer besorgt. Der Niederländer traf zum dritten Mal in den vergangenen drei Spielen. Dabei hatte es nach einigen Abwehrfehlern bereits nach einer Schalker Niederlage ausgesehen. Filip Daems mit einem verwandelten Foulelfmeter (15.), nachdem Benedikt Höwedes Raul Bobadilla von den Beinen geholt hatte, und Michael Bradley, der einen blitzsauberen Konter abschloss (43.), hatten für Gladbach getroffen. Abwehrspieler Roel Brouwers sah wegen groben Foulspiels die Rote Karte (78.) - in Überzahl gelang Schalke noch der Ausgleich.

Verunsicherung bei den "Knappen" spürbar

Die Gastgeber bemühten sich zwar zunächst um Spielkontrolle, doch die Verunsicherung war trotz des 2:1 am vergangenen Mittwoch beim SC Freiburg noch immer spürbar. Höwedes wurde auf der ungewohnten Position des rechten Außenverteidigers eingesetzt. Nach seinem Foul an Bobadilla im Strafraum verandelte Daems den fälligen Elfmeter souverän. Schon zuvor hatte Daems Höwedes abgehängt, nach seiner Hereingabe rettete aber Christoph Metzelder (13.).

Die Gäste wurden danach mutiger: Marco Reus hatte das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am glänzend reagierenden Nationaltorwart Manuel Neuer (24.). In der Schalker Offensive lief zunächst wenig zusammen, erst nach einer halben Stunde wurde der Druck größer, und es sprangen die ersten Torchancen heraus. Doch Joel Matip (33.), Huntelaar (34.) und Jose Manuel Jurado (35.) scheiterten an Schlussmann Logan Bailly, Huntelaar verfehlte knapp das Tor (37.).

Schalke erhöht nach der Pause den Druck

Nach der Pause erhöhte Schalke den Druck, Huntelaar verkürzte nach Zuspiel von Metzelder. Doch die Abwehr wackelte bei den Gladbacher Kontern weiter und hatte Glück, dass Reus nur die Latte traf (67.).

Schalke-Trainer Felix Magath hatte seine Startelf gegenüber dem Sieg in Freiburg nur auf einer Position geändert. Für Christoph Moritz kehrte der Franzose Nicolas Plestan nach seiner Sperre zurück in die Verteidigung, Höwedes wechselte auf die Außenposition. Auch Gladbachs Coach Michael Frontzeck stellte nur ein Mal um: Für den gesperrten Mohamadou Idrissou kam Bobadilla.

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1.FC Nürnberg

 2:1

FC Schalke 04

Spielbericht

 Neuerlicher Tiefschlag für Schalke 04: Der Vize-Meister steckt weiter im Tabellenkeller fest. Vier Tage nach dem 2:0 gegen Benfica Lissabon in der Champions League verlor das Team von Trainer Felix Magath am 7. Liga-Spieltag 1:2 (0:0) beim 1. FC Nürnberg.

Schalke steht weiter auf einem Abstiegsplatz, der "Club" dagegen feierte dank des späten Siegtreffers von Andreas Wolf (84.) den zweiten Saisonsieg.

Zuvor waren die Schalker trotz einer Gelb-Roten Karte für Jermaine Jones (53.) und dem Rückstand durch Mike Frantz (62.) noch einmal zurückgekommen. Neuzugang Klaas-Jan Huntelaar (74.) erzielte das letztlich wertlose 1:1. Es war das vierte Saisontor des Niederländers.

Jones fliegt vom Platz

Im Nürnberger Stadion hatte Schalke in einer bis dahin tempoarmen und zerfahrenen Begegnung erst in der 52. Minute die erste echte Großchance. Torhüter Raphael Schäfer bekam den Ball aber vor dem heranstürmenden Jones zu fassen. Jones, der bereits verwarnt war, traf den Nürnberger Schlussmann in dieser Szene mit gestrecktem Bein und wurde von Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) daraufhin vom Platz gestellt.

Schäfer musste behandelt werden, war aber kurz danach vorübergehend wieder auf dem Posten. Gegen den zwischenzeitlich eingewechselten Ivan Rakitic (54.) verhinderte er einen Rückstand seiner Mannschaft (56.). Dann aber war für Schäfer Schluss, Alexander Stephan musste ins Nürnberger Tor (59.).

Schieber mit starker Vorarbeit

Die Nürnberger zeigten sich vom Ausscheiden ihres großen Rückhalts aber keineswegs beeindruckt und nutzten stattdessen die Überzahl umgehend zum Führungstreffer.

Frantz traf nach Vorlage von Timmy Simons und Julian Schieber. Auch nach dem Ausgleich Huntelaars zeigten sich die Gastgeber nicht entmutigt, spielten weiter auf Sieg und wurden durch den Treffer von Mannschaftskapitän Wolf auch folgerichtig belohnt.

Viele Ballverluste und Fehlpässe

Es hatte zuvor eine halbe Stunde gedauert, ehe überhaupt eine der beiden Mannschaften eine Torchance besaß. Den Schuss aus halblinker Position von Schieber hatte Neuer allerdings entschärfen können. Es war und blieb für lange Zeit eine Szene mit Seltenheitswert. Der "Club" wirkte körperlich und geistig frischer als die Gäste, im Spielaufbau schlichen sich aber zuviele Ballverluste ein.

Schalke wiederum war um einen geordneten Aufbau bemüht und auf Ballkontrolle aus, griff aber zumeist reichlich planlos an. Die höhere individuelle Klasse der "Königsblauen" machte sich ansonsten eigentlich nur beim Treffer durch Huntelaar bemerkbar.

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FC Schalke 04

 2:2

VfB Stuttgart

Spielbericht

Der Trainerwechsel beim VfB Stuttgart hat erste Wirkung gezeigt. Unter ihrem neuen Coach Jens Keller erkämpften die Schwaben ein 2:2 (1:1) im Kellerduell bei Schalke 04. Der VfB bleibt zwar Tabellenletzter der Bundesliga, gab aber vier Tage nach der Trennung von Christian Gross ein Lebenszeichen von sich.

Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar verhinderte mit einem verwandelten Foulelfmeter (80.) den zweiten Stuttgarter Saisonsieg. Der kurz zuvor eingewechselte Martin Harnik hatte das zwischenzeitliche 2:1 für die Schwaben erzielt (74.).

Marica im Abschlusspech

Timo Gebhart hatte die stark beginnenden Gäste früh in Führung (15.) gebracht. Edu glich für die "Königsblauen" aus (29.), die mit nur zwei Punkten aus den ersten vier Heimspielen den schlechtesten Start vor eigenem Publikum seit 1967 hinlegten.

Die ersten Chancen hatten die Stuttgarter. Innerhalb weniger Sekunden hätte Ciprian Marica die Schwaben zwei Mal in Führung bringen können: Zunächst scheiterte der Rumäne an Nationaltorwart Manuel Neuer (8.), dann verfehlte er mit einem Kopfball knapp das Tor (9.).

In der 15. Minute hatten die Gäste dann Erfolg: Nach einer Hereingabe von Arthur Boka schaute die komplette Schalker Abwehr nur zu, Timo Gebhart traf zum 0:1. Stuttgart erzielte noch ein zweites Tor im ersten Durchgang, doch Schiedsrichter Florian Meyer erkannte den Treffer von Boka wegen einer Abseitsstellung nicht an (26.).

Schalke dreht in Halbzeit zwei auf

Bei den "Königsblauen" lief zunächst wenig zusammen, viele Fehlpässe prägten das Spiel. Auch die Defensive war weiterhin anfällig. Die erste nennenswerte Torchance für die Gastgeber hatte Raul, der den Ball aber neben das Tor setzte (27.). Zwei Minuten später fiel der Ausgleich: Edu traf mit einer Direktabnahme nach einer Ecke von Jose Manuel Jurado zum 1:1.

Nach der Pause wurde das Spiel deutlich besser, vor allem, weil bei Schalke die Stürmerstars Raul und Huntelaar besser zum Zuge kamen. Auch Spielmacher Jurado drehte auf. Die zunächst beste Chance vergab Raul, als er nach einer Unsicherheit von Stuttgarts Keeper Sven Ulreich knapp das Tor verfehlte (65.). Der VfB blieb allerdings durch Konter gefährlich, weil die Abwehr der "Königsblauen" weiter Stabilität vermissen ließ.

Pogrebnyak zunächst nur auf der Bank

Keller, der den am Mittwoch beurlaubten Christian Gross ersetzt hatte, musste bei seinem Debüt als Bundesliga-Trainer auf die Rot-gesperrten Matthieu Delpierre und Mauro Camoranesi verzichten. Zudem setzte er den fünfmaligen Torschützen Pavel Pogrebnyak zunächst auf die Bank und gab stattdessen Marica den Vorzug.

Schalke-Coach Felix Magath musste den gesperrten Jermaine Jones ersetzen und verzichtete auf den Peruaner Jefferson Farfan (Jetlag nach Länderspiel in Panama) und Ivan Rakitic, der im U-21-Spiel der Kroaten bei einem Tritt ins Gesicht zwei Zähne verloren hatte. Dagegen stand Joel Matip nach auskurierter Virusinfektion wieder in der Startelf.

 

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Eintracht Frankfurt

 0:0

FC Schalke 04

Spielbericht

Schalke 04 hat den Schwung aus der Champions League nicht in die Bundesliga mitgenommen. Drei Tage nach dem Sieg gegen Hapoel Tel Aviv (3:1) kam der schwächelnde Vize-Meister in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt nur zu einem schmeichelhaften 0:0 und dümpelt weiterhin in der Abstiegszone vor sich hin.

Damit hat das Starensemble von Trainer-Manager Felix Magath nach dem 9. Spieltag weiter nur einen Sieg (2:1 beim SC Freiburg) auf dem Konto. Die zuvor drei Mal in Folge siegreichen Frankfurter verpassten die Einstellung einer Bestmarke: 1999 waren den Hessen zum bislang letzten Mal vier Siege nacheinander gelungen.

Frankfurt bestimmend

Magath hatte sein Team im Vergleich zum Champions-League-Duell mit Tel Aviv auf einer Position umgestellt. Für Christoph Moritz durfte Ivan Rakitic von Beginn an im Mittelfeld spielen, der Kroate blieb aber zunächst farblos.

Zu Beginn übernahm die Eintracht die Initiative und setzte die harsch kritisierte Abwehr der Gäste immer wieder unter Druck. Der emsige Patrick Ochs (4.) und Alexander Meier (8.) verzogen ihre Weitschüsse knapp. Mittelfeldspieler Meier war in die Startelf gerückt, da Benjamin Köhler Außenverteidiger Georgios Tzavellas (Magen-Darm-Probleme) ersetzen musste.

Die Schalker kamen nur langsam in Gang. Im Aufbau mühte sich der Ex-Frankfurter Jermaine Jones, der von den Eintracht-Fans ausgepfiffen wurde, meist erfolglos. Stürmerstar Raul, der mit seinem "Doppelpack" gegen Tel Aviv zum besten Torschützen der Europacup-Geschichte aufgestiegen war, vergab die erste Chance des Vize-Meisters in der 18. Minute. Den Schuss des Spaniers aus kurzer Distanz parierte Eintracht-Keeper Oka Nikolov glänzend.

Altintop vergibt größte Chance

Die erneut spielerisch überzeugenden Gastgeber ließen sich von den langsam agiler werdenden "Königsblauen" nicht verunsichern. Der ehemalige Schalker Halil Altintop vergab nach einer knappen halben Stunde die bis dato beste Möglichkeit der Hessen. Sein Schuss nach einem Freistoß von Köhler strich knapp am Tor von Nationaltorwart Manuel Neuer vorbei. Kurz vor dem Wechsel scheiterte der diesmal unauffällige Schalker Torjäger Klaas-Jan Huntelaar an Nikolov (40.).

Auch nach dem Wechsel waren die Frankfurter die aktivere Mannschaft. Meier hatte die Führung auf dem Fuß, aber Neuer drehte den Schuss aus elf Metern in höchster Not noch um den Pfosten (66.). Schalke offenbarte in der Abwehr erneut Schwächen. Doch Altintop brachte das Kunststück fertig, nach Vorarbeit von Ochs aus vier Metern über das Tor der Gäste zu schießen.

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FC Schalke 04

 0:1

 Bayer Leverkusen

Spielbericht:

In der Champions League und im DFB-Pokal auf Erfolgskurs, in der Bundesliga weiter im Tabellenkeller: Vizemeister Schalke 04 findet im Liga-Alltag einfach keinen Weg aus der Krise.

Gegen Bayer Leverkusen verloren die "Königsblauen" 0:1 (0:0) und rutschten auf den 17. Rang ab. Das Siegtor für die auswärts weiter ungeschlagenen Leverkusener erzielte der eingewechselte Sidney Sam (65.). Bayer kletterte durch den dritten Auswärtssieg in Folge vorerst auf den dritten Rang. Doppeltes Pech hatte Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar. Der Niederländer traf mit Kopfbällen die Latte (22.) und den Pfosten (46.).

Die Zuschauer in der Veltins-Arena sahen einen zerfahrenen Beginn. Die seit dem 17. April zu Hause in der Bundesliga sieglosen Gastgeber wirkten vier Tage nach dem 1:0 im DFB-Pokal beim FSV Frankfurt gehemmt. Viele Ungenauigkeiten prägten den Spielaufbau. Bayer begann sehr abwartend.

Erste Chance in Minute 22

So dauerte es 22 Minuten bis zur ersten nennenswerten Torchance: Nach einer Flanke von Jefferson Farfan setzte Huntelaar den Ball an die Latte. Fünf Minuten später bereitete Atsuto Uchida Bayer-Torwart Rene Adler Probleme - allerdings ungewollt: Die verunglückte Hereingabe des Japaners landete am Innenpfosten, Adler rettete im Nachfassen (27.). Danach wurde Schalke stärker, bestimmte das Spiel, war vor dem Tor aber wenig zwingend.

Die beste Gelegenheit für Leverkusen hatte Tranquillo Barnetta kurz vor der Pause, der Schweizer scheiterte aber an Nationaltorwart Manuel Neuer (42.). Kurz nach der Pause leitete erneut Farfan mit einer Flanke die nächste Schalker Großchance ein, diesmal traf Huntelaar den Pfosten. Auf der Gegenseite vergab Eren Derdiyok die Möglichkeit zur Führung, zunächst hängte er Verteidiger Christoph Metzelder ab, dann ließ er sich vom Ex-Dortmunder doch noch stoppen (54.).

Magath baut um, Heynckes nicht

Schalke-Trainer Felix Magath, der vor dem Spiel die Zeit der Eingewöhnung und des Umbaus für beendet erklärt hatte, änderte sein Team gegenüber dem Pokalsieg auf drei Positionen. Die in Frankfurt geschonten Metzelder und Raul kehrten in die Startelf zurück, den verletzten Jermaine Jones (Bänderriss) ersetzte Peer Kluge.

Bayer-Coach Jupp Heynckes schickte exakt die Elf ins Spiel, die am Mittwoch bei Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen verloren hatte. Kapitän Simon Rolfes musste erneut zunächst auf der Bank Platz nehmen, wo Heynckes zum 550. Mal als Cheftrainer in einem Bundesliga-Spiel saß. Rolfes kam in der 63. Minute ins Spiel. Zwei Minuten später fiel der Siegtreffer.

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FC Schalke 04

 3:0

FC St.Pauli

Spielbericht:

Superstar Raul hat Schalke 04 zum ersten Bundesliga-Heimsieg nach 202 Tagen geführt.
Der Spanier erzielte zwei Treffer zum 3:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli, mit dem die "Königsblauen" einen ersten Schritt aus der Krise machten. Zwischen den beiden Treffern des deutlich verbesserten Raul in der 14. und 81. Minute erzielte Stürmerkollege Klaas-Jan Huntelaar mit seinem sechsten Saisontor das zwischenzeitliche 2:0 (53.).

"Das war gut für die Schalker Seele"

Mit dem ersten Bundesliga-Heimsieg der Saison drei Tage nach dem enttäuschenden 0:0 in der Champions Legaue bei Hapoel Tel Aviv kletterte der abgestürzte Vizemeister vom 17. auf den 15. Rang. "Das war gut für die Schalker Seele, die in den letzten Wochen stark gelitten hat", sagte Schalkes Geburtstagskind Christoph Metzelder, der am Freitag 30 Jahre alt wurde. Die Hamburger, die ihre dritte Niederlage in Folge kassierten, müssen sich nach starkem Saisonstart langsam nach unten orientieren.

Raul hatte sich offenbar die Worte von Trainer Felix Magath zu Herzen genommen. Der Coach hatte dem spanischen Superstar in einem Gespräch noch einmal erklärt, dass er ihn lieber im gegnerischen Strafraum als im Mittelfeld sehen wolle. Raul suchte anderes als in den vergangenen Spielen zuvor den Weg zum Tor. Prompt wurde auch das Schalker Offensivspiel gefährlicher. "Ich bin froh, dass er in der Bundesliga getroffen hat. Ich freue mich für ihn und denke, das war so eine Art Erlösung", sagte Felix Magath.

Naki vergibt gute Möglichkeit

Bei seinem Treffer staubte Raul nach einer Hereingabe von Atsuto Uchida, die Huntelaar verpasste, ab. Zumindest für den Spanier wirkte das Tor befreiend. Nur neun Minuten später hätte er beinahe das 2:0 erzielt. Nach einer Flanke von Lukas Schmitz verfehlte er nur knapp das Tor (23.). Im Gegenzug geriet erstmals das Tor von Manuel Neuer in Gefahr: Nach einer Flanke von Bastian Oczipka köpfte Deniz Naki knapp neben den Pfosten (24.).

Das Spiel bestimmten aber die Gastgeber. Einen Distanzschuss von Jose Manuel Jurado wehrte Pauli-Keeper Thomas Kessler ab (37.). Kurz vor der Pause allerdings verloren die Schalker plötzlich die Spielkontrolle, und St. Pauli hatte durch Naki, der völlig frei vor Neuer auftauchte, die große Chance zum Ausgleich (40.).

Umstellungen auf beiden Seiten

In der Kabine blieb nach dem Seitenwechsel Jurado. "Hacke, Spitze, eins, zwei, drei ist nicht gefragt", begründete Vorstandsmitglied Horst Heldt den Wechsel. "Jurado muss sich langsam an das Tempo gewöhnen und Gas geben." Ohne den Spanier machten die "Königsblauen" mehr Druck. Nach einer Ecke von Jefferson Farfan köpfte Huntelaar zum 2:0 ein.

Gegenüber dem Spiel in Israel hatte Magath auf drei Positionen umgestellt. Schmitz und Jermaine Jones kehrten nach überstandener Verletzung ins Team zurück. Zudem musste Mittelfeldspieler Ivan Rakitic zunächst auf der Bank Platz nehmen, für ihn spielte Christoph Moritz.

Bei den Hamburgern fehlte neben Gerald Asamoah, der wegen einer Gelb-Rot-Sperre seine Rückkehr nach Schalke nur auf der Tribüne erlebte, auch Mittelfeldspieler Charles Takyi wegen einer Knöchelprellung. Trainer Holger Stanislawski bewies Mut und bot in Naki einen zweiten Stürmer auf.

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VfL Wolfsburg

 2:2

FC Schalke 04

Spielbericht:

Der VfL Wolfsburg und Schalke 04 treten in der Bundesliga weiter auf der Stelle. Der Ex-Meister und der aktuelle "Vize" trennten sich am 12. Spieltag der Bundesliga 2:2 (2:1) und verpassten jeweils den erhofften Befreiungsschlag. Während die Wolfsburger mit 14 Zählern immerhin noch Anschluss zum Mittelfeld haben, stecken die "Königsblauen" weiter im Tabellenkeller fest.

Schalke konnte sich zumindest nach einer Aufholjagd als moralischer Sieger fühlen. In der ausverkauften Wolfsburger Arena markierte der Brasilianer Grafite (11.) per Kopf nach Flanke von Marcel Schäfer die Führung der Gastgeber. Edin Dzeko (33.) legte nach erneuter Flanke von Schäfer mit seinem achten Saisontreffer nach. Edu (39.) verkürzte kurz vor der Pause auf 1:2. Klaas-Jan Huntelaar (75.) erzielte den glücklichen Ausgleichstreffer der Gäste in der hektischen Partie, in der Ashkan Dejagah nach einem groben Foul an Jefferson Farfan die Rote Karte sah (78.).

Wolfsburg beginnt druckvoll

Die "Wölfe" legten von Beginn an ein hohes Tempo vor und schnürten die Gäste in deren Hälfte regelrecht ein. Das flexible Angriffsspiel zwischen Diego, Grafite und Dzeko stellte die Gäste vor große Probleme. Der einsatzfreudige Grafite hätte bereits in der 21. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel die 2:0-Führung erzielten können. Zwei Minuten später verstolperte Dzeko allein vor Schalkes Keeper Manuel Neuer.

Die Gäste konnten sich nur ganz allmählich vom Druck befreien. Nachdem Huntelaar Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio mit einem Schuss aufs kurze Ecke zu einer Großtat zwang (5.), dauerte er bis zur 39. Minute, ehe Schalke wieder gefährlich wurde. Raul, der sich immer wieder als Anspielstation ins Mittelfeld fallen ließ, schickte Jefferson Farfan in die Tiefe, und der Peruaner legte für den aufgerückten Edu zum 1:2 auf.

Wolfsburg verpasst Entscheidung

Im zweiten Durchgang übernahm zunächst wieder Wolfsburg das Kommando, doch erlaubten sich Dzeko und Co. erneut viele Unkonzentriertheiten im Abschluss. Beim Angang der "Wölfe" wurden schon böse Erinnerungen an die zwei Heimniederlagen gegen Mainz 05 und Bayer Leverkusen wach, als der VfL ebenfalls zunächst geführt hatte. In der 48. Minute vergab Dzeko nach einem Freistoß von Diego erneut vor Neuer. Nach einer Ecke konnte der Nationaltorwart (60.) gerade noch vor dem heranstürmenden Dzeko klären.

Schalke verlegte sich zunächst wieder nur aufs Kontern. In der 57. Minute sprintete Farfan zur Torlinie durch, verpasste mit seinem Pass in die Mitte Mitspieler Huntelaar aber knapp. Mitte der zweiten Halbzeit wollte Magath die Wende mit einem Doppel-Wechsel erzwingen und brachte in Christoph Moritz und Jurado zwei neue Spieler. Huntelaar war dann in der 75. Minute zur Stelle.

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FC Schalke 04

 4:0

 Werder Bremen

Spielbericht:

Aufbaugegner Werder Bremen hat auch Schalke 04 aus der Krise geholfen. Die Hanseaten verloren am 13. Spieltag beim Vize-Meister nach einem "Dreierpack" von Raul verdient mit 0:4 (0:2) und werden in der Tabelle weiter nach hinten durchgereicht.

Während Schalke mit dem höchsten Sieg seit dem 17. April 2009 (4:0 gegen Energie Cottbus) den Aufwärtstrend bestätigte, ist Werder vier Ligaspiele ohne Sieg und wartet seit 360 Pflichtspielminuten auf ein Tor.

Metzelder trifft zum 1:0

Dafür leistete Werder bei allen Treffern der Gastgeber Schützenhilfe. Beim 1:0 hatte Torhüter Tim Wiese noch das Pech, zur richtigen Zeit am falschen Ort zu sein. Ein Kopfball von Christoph Metzelder prallte an die Querlatte, danach auf Wieses Rücken und schließlich ins Tor (22.).

Vor dem 2:0 aber wehrte Wiese einen Freistoß direkt vor die Füße des Torschützen Raul (45.+2) ab, der wenige Minuten später auch noch einen Querschläger von Per Mertesacker zum 3:0 nutzte (56.). Dem dritten Treffer des Spaniers (72.) ging ebenfalls ein Fehler voraus - diesmal war Daniel Jensen der Schuldige. In der 85. Minute sah zudem der Bremer Philipp Bargfrede nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

Werder, das in der Vorwoche ein 0:0 gegen Eintracht Frankfurt als Fortschritt verkauft hatte, zerfiel wieder einmal in seine Einzelteile. Jefferson Farfan hätte allein vor Wiese sogar noch ein weiteres Tor erzielen können, vertändelte diese Riesenchance jedoch. Schalke-Trainer Felix Magath hatte nach den zuletzt schwachen Leistungen seiner defensiven Mittelfeldspieler hart durchgegriffen und die "Doppelsechs" neu formiert. Jermaine Jones stand nicht im Kader, Ivan Rakitic saß auf der Bank, Peer Kluge und Joel Matip rückten in die Startelf.

Almeida verpasst frühe Bremer Führung

Doch sowohl diese Maßnahme als auch eine kernige Predigt des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies wären fast schon nach 42 Sekunden verpufft gewesen, als Hugo Almeida mit einem Kopfball knapp scheiterte. Die Gastgeber hatten ihrerseits durch Klaas-Jan Huntelaar (6.) eine erste Chance. Schalke hatte nun das Heft in der Hand. Huntelaar rutschte bei einem Fallrückzieher zwar der Ball über den Spann (21.), die kuriose, aber nicht unverdiente Führung ließ jedoch nur noch 60 Sekunden auf sich warten.

Den Gästen fiel offensiv kaum etwas ein, obwohl die Schalker
Abwehr wieder einmal nicht sattelfest wirkte. Almeida mühte sich zwar redlich, bekam auch in der zweiten Halbzeit aber viel zu wenig Unterstützung. Von einem Aufbäumen war nichts zu spüren. Stattdessen spielte Schalke nun selbstbewusst nach vorne, Rauls traumhaftem Lupfer zum 4:0 verlieh dem Glauben in die eigene Stärke Ausdruck.

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1.FC Kaiserslautern

 5:0  

FC Schalke 04

Spielbericht:

Vizemeister Schalke 04 kann den Schwung aus der Champions League nicht mit in die Bundesliga nehmen und bleibt nach seiner bislang höchsten Saison-Niederlage im Tabellenkeller. Drei Tage nach dem Einzug ins Achtelfinale der "Königsklasse" unterlagen die "Königsblauen" sang- und klanglos 0:5 (0:2) bei Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern und blamierten sich dabei bis auf die Knochen.

FCK-Torjäger Srdjan Lakic (8., 56.), Kapitän Martin Amedick (39.), Ivo Ilicevic per Foulelfmeter (76.) und der von Schalke ausgeliehene Jan Moravek (88. ) trafen gegen die Schalker, die nach drei Punktspielen in Folge ohne Niederlage wieder eine Pleite kassierten. Zudem war es die höchste Niederlage unter Trainer Felix Magath und die höchte Niederlage der Schalke seit dem 26. September 1992 (1:6 in Leverkusen).

Dauerfeuer der Gastgeber

Im Fritz-Walter-Stadion erwischten die Gastgeber einen Traumstart. Obwohl der FCK in den ersten Minuten nervös agierte und früh von den Schalkern unter Druck gesetzt wurde, erzielte Lakic nach einer Ecke von Spielmacher Christian Tiffert per Kopf die Führung. Für den Kroaten war es das achte Saisontor.

Der Treffer befügelte die Pfälzer, die ohne Rodnei, Jan Simunek, Chadli Amri, Clemens Walch und den gesperrten Thanos Petsos auskommen mussten. Die "Roten Teufel" überließen den Gästen zwar die Spielkontrolle, waren bei ihren schnellen Gegenstößen aber gefährlicher als die Schalker.

In der 16. Minute hätte der FCK eigentlich bereits das zweite Tor erzielen müssen. Doch Ilicevic und
Moravek scheiterten an Nationaltorhüter Manuel Neuer. 30 Sekunden später vergab Lauterns Innenverteidiger Mathias Abel aus kurzer Distanz eine noch größere Möglichkeit.

Sippel rettet mit Glanzparaden

Das behäbig spielende Schalker Starensemble, bei dem Tim Hoogland, Christian Pander, Lewan Kenia, Hans Sarpei, Nicolas Plestan und Christoph Moritz fehlten, hatte den schnellen Pfälzern in dieser Phase nichts entgegenzusetzen. Die Stürmerstars Raul und Klaas-Jan Huntelaar waren kaum zu sehen. Erst in der 34. Minute tauchte Huntelaar zum ersten Mal gefährlich vor dem Lauterer Tor auf.

In den letzten Minuten des ersten Abschnitts ging es auf dem Betzenberg dann hoch her. Zunächst traf Amedick per Kopf erneut nach einer Tiffert-Ecke. Für Amedick war es das erste Saisontor. Zwei Minuten vor der Pause hielt FCK-Torwart Tobias Sippel zwei Mal innerhalb weniger Sekunden in überragender Manier gegen Huntelaar und Raul, dann scheiterte Moravek auf der Gegenseite an Neuer (45.).

Schalkes Abwehr ein Torso

Nach dem Seitenwechsel warteten die Schalker Fans zunächst vergeblich auf verstärkte Bemühungen ihrer Lieblinge. Ganz im Gegenteil war es erneut Moravek, der gefährlich vor dem Schalker Tor auftauchte (50.). Kurz darauf war nach der dritten Tor-Vorlage Tifferts wieder Lakic zur Stelle.

Die Schalker Abwehr hatte auch in dieser Szene ihren Namen nicht verdient. Auch in der Offensive blieben die Gäste trotz der Einwechslung von Jose Jurado weitgehend harmlos. Nach einem Foul von Christoph Metzelder im Strafraum an Lakic vollendete Ilicevic dann gegen den machtlosen Neuer zum 4:0. Moravek machte dann die Blamage für die Gäste perfekt.

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FC Schalke 04

 2:0 

FC Bayern München

Spielbericht:

 Wegen anhaltender Auswärtsschwäche kommt Rekordmeister Bayern München bei seiner angekündigten Aufholjagd nicht auf Touren. Bei Schalke 04 unterlag der Titelverteidiger trotz deutlicher Überlegenheit 0:2 (0:0) und verliert Herbstmeister Borussia Dortmund immer mehr aus den Augen. Bei einem Sieg des Tabellenführers am Sonntag beim 1. FC Nürnberg würde der Rückstand der Münchner, die erst ein Mal auf fremdem Platz in dieser Saison gewannen, bereits 17 Punkte betragen.

Schalke machte dagegen aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit einen ersten Schritt aus der Krise. Eine Woche nach dem 0:5 beim 1. FC Kaiserslautern sicherten Jose Manuel Jurado (58.) und Benedikt Höwedes (67.) mit ihren Toren den "Königsblauen" den ersten Heimsieg gegen den Rekordmeister seit fünfeinhalb Jahren und wieder ein wenig Abstand zu den Abstiegsrängen. Die Münchner hatten sich die erste Niederlage nach sieben Bundesligaspielen selbst zuzuschreiben, weil sie in der ersten Halbzeit beste Chancen ausließen.

Bayern dominant

Nach zerfahrenem Beginn übernahmen die Bayern die Spielkontrolle, hielten den Ball in den eigenen Reihen und kamen nach gut 20 Minuten auch erstmals gefährlich vor das Schalker Tor. Den ersten Warnschuss gab Franck Ribery aus 18 Metern ab (21.). Der Franzose verfehlte aber ebenso knapp das Ziel wie eine Minute später Bastian Schweinsteiger mit einer Direktabnahme nach einer Flanke von Thomas Müller.

Die "Königsblauen" konnten zunächst nicht an die starken Heimspiele der vergangenen Wochen anknüpfen. Bayern-Torwart Jörg Butt blieb vor der Pause beschäftigungslos, weil der letzte Pass der Gastgeber nicht ankam. Gefährlich wurde es für die Schalker vor allem nach eigenen Standardsituationen vor dem gegnerischen Tor, die häufig zu Bayern-Konter führten. So verpasste Torjäger Mario Gomez das 1:0, als er nach einer Hereingabe von Schweinsteiger aus kurzer Distanz das Tor verfehlte (31.). Wenig später scheiterte Toni Kroos gleich zwei Mal an Nationaltorwart Manuel Neuer (34./38.). In der 39. Minute hatte Schweinsteiger mit einem Schuss ans Lattenkreuz Pech.

Jurado und Höwedes mit Glück


"Wir haben zwei, drei Mal Glück gehabt. Wir sind in Konter gelaufen, das darf uns natürlich nicht passieren. Bei den Szenen hat Manuel Neuer sensationell gehalten. Wir sind froh, dass er bei uns im Tor steht", sagte Schalke-Sportdirektor Horst Heldt zur Pause.

Die erste Schalker Torchance hatte Ivan Rakitic erst in der 48. Minute, als er an Butt scheiterte. Jurado stellte dann das Spiel auf den Kopf, als er nach starker Vorarbeit von Raul das 1:0 erzielte. Allerdings verletzte sich Raul bei einem unglücklichen Zusammenprall mit seinem Teamkollegen Klaas-Jan Huntelaar und musste mit einer blutenden Wunde im Mund ausgewechselt werden. Beim 2:0 traf Höwedes zunächst mit einem Kopfball den Pfosten und drückte dann den Ball über die Linie.

Pander und van Bommel feiern Comeback

Schalke-Coach Felix Magath hatte zunächst auf Außenstürmer Jefferson Farfan verzichtet, der gerade erst eine Grippe auskuriert hatte. Für den Peruaner, der nach dem 1:0 für Raul ins Spiel kam, war Jurado in die Startformation gerückt. Auf der Bank nahm Rückkehrer Christian Pander Platz, der nach 19 Monaten Verletzungspause erstmals wieder im Schalker Kader stand. Er wurde in der 77. Minute eingewechselt und feierte seine Bundesliga-Rückkehr.

Bei den Bayern gab Kapitän Mark van Bommel nach über zweimonatiger Zwangspause wegen Knieproblemen sein Comeback in der Startelf. Für den Niederländer musste Anatoliy Tymoshchuk seinen Platz im defensiven Mittelfeld räumen und für Daniel van Buyten in die Innenverteidigung wechseln.

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1. FSV Mainz 05

 0:1 

FC Schalke 04

Spielbericht:

Vizemeister Schalke 04 hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und einen großen Sprung ins Mittelfeld der Bundesliga geschafft. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath gewann zum Abschluss des vorletzten Spieltags vor der Winterpause mit 1:0 (1:0) beim 1. FSV Mainz 05 und kletterte durch den dritten Sieg innerhalb von acht Tagen in der Tabelle um fünf Ränge bis auf Platz zehn. Mainz ist nach der Niederlage im 50. Spiel von Thomas Tuchel als FSV-Trainer nur noch Vierter.

Zwei verschossene Elfmeter

Jefferson Farfan sorgte nach einer halben Stunde mit seinem zweiten Saisontor für den entscheidenden Treffer. Nationaltorhüter Manuel Neuer rettete mit einem gehaltenen Foulelfmeter gegen Andre Schürrle (73.) den Sieg. Den Nachschuss von Adam Szalai lenkte Christoph Metzelder an die Unterkante der Latte. Auch Schalke hatte zuvor einen Strafstoß vergeben. Nach einem Foul von Christian Fuchs an Farfan setzte Klaas-Jan Huntelaar den Ball an den linken Pfosten (8.).

Fünf Tage nach dem Gruppensieg in der Champions League boten die Schalker auch in der Liga eine gute Leistung. Vor allem der in die Startelf gerückte Farfan, der beim 2:0-Sieg eine Woche zuvor gegen den deutschen Meister Bayern München wegen einer Grippe gefehlt hatte und beim 2:1 bei Benfica Lissabon gelb-gesperrt war, sorgte auf der rechten Seite mit seiner enormen Schnelligkeit immer wieder für Gefahr.

Schalke übernimmt das Kommando

Im Bruchwegstadion begannen beide Teams mit hohem Tempo. Mainz hatte die erste Möglichkeit, doch ein Freistoß von Marcel Risse (3.) war für Neuer ebenso kein Problem wie ein Schuss von Sami Allagui (17.). Schalke ließ sich auch von Huntelaars verschossenem Strafstoß nicht aus dem Konzept bringen und gewann nach anfänglichen Problemen immer mehr die Oberhand.

Bei Mainz hatte Thomas Tuchel nach dem 1:2 im Derby bei Eintracht Frankfurt gleich fünf Änderungen vorgenommen. Jung-Nationalspieler Lewis Holtby saß gegen seinen Club, von dem er bis zum Saisonende ausgeliehen ist, allerdings zu Beginn erneut nur auf der Bank. Bei Schalke meldete sich Stürmerstar Raul nach Rückenproblemen in den vergangenen Tagen rechtzeitig zurück.

Holtby kommt in der 2. Halbzeit

Mainz war nach dem Rückstand spürbar geschockt. Auch nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeber die Königsblauen kaum noch in Verlegenheit bringen. Tuchel reagierte und brachte nach einer Stunde in Holtby, Adam Szalai und Marco Caligiuri gleich drei neue Spieler.

Holtby leitete die Situation, die zum Strafstoß führte, mit einem mustergültigen Pass auf Szalai ein. Neuer konnte sich nur mit einem Foul helfen, parierte aber den anschließenden Elfmeter.

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FC Schalke 04

 3:0  

1:FC Köln

Spielbericht:

Dank Superstar Raul hat Vizemeister Schalke 04 seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt und seine verpatzte Hinrunde versöhnlich abgeschlossen.

Der Spanier führte die "Königsblauen" mit drei Toren zum 3:0 (1:0) gegen den 1. FC Köln. Nach dem fünften Sieg in den vergangenen sieben Spielen hat das Team von Trainer Felix Magath mit 22 Punkten zumindest wieder die Europa-League-Plätze im Visier.

Köln gehen Stürmer aus

Seine Saisontreffer sieben bis neun erzielte Raul in der 30., 50. und 87. Minute. Damit sicherte der 33-Jährige den "Königsblauen" den fünften Pflichtspiel-Heimsieg in Folge - mit insgesamt 15:0 Toren. Köln, ohne die verletzten Stürmer Lukas Podolski und Milivoje Novakovic weitgehend harmlos, überwintert mit 15 Zählern in der Abstiegszone.

Den besseren Start erwischten die Gäste, die schon nach 90 Sekunden durch Martin Lanig zur ersten Chance kamen. Doch der Mittelfeldspieler köpfte den Ball nach einer Ecke von Christian Clemens knapp über die Querlatte. Danach geschah lange Zeit wenig. Schalke kontrollierte das Spiel, Köln konzentrierte sich auf die Defensive, Strafraumszenen waren rar.

Patzer bringt die Führung

Ein Kopfball von Raul in die Arme von Faryd Mondragon (20.) und ein abgefälschter Schuss von Clemens (21.) waren zunächst die einzigen Höhepunkte, weil den "Königsblauen" die Inspiration fehlte und die Kölner leichtfertig gute Konterchancen verschenkten. Erst ein katastrophaler Fehler von Christopher Schorch, der den Ball im eigenen Strafraum dem Schalker Ivan Rakitic auflegte, ermöglichte den Gastgebern die Führung. Die Flanke des Kroaten verwertete Raul per Kopf zu seinem siebten Saisontor.

Beim 2:0 leistete Jefferson Farfan die Vorarbeit, seine Hereingabe wurde abgeblockt, Raul konnte sich die Ecke aussuchen und legte kurz vor dem Abpfiff sogar noch nach.

Magath setzt auf Konstanz

Schalke-Coach Magath setzte auf die siegreiche Formation vom 1:0 in Mainz. Sein Gegenüber Frank Schaefer musste auf Podolski (Bänderriss im Sprunggelenk) und Novakovic (muskuläre Probleme) verzichten und bot Sebastian Freis als einzige Spitze auf, der allerdings nicht einmal gefährlich vor dem Schalker Tor auftauchte.

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FC Schalke 04

  0:1

Hamburger SV

Spielbericht:

Ruud van Nistelrooy hat dem Hamburger SV einen Start nach Maß in die Rückrunde beschert. Der Stürmerstar erzielte das Siegtor zum 1:0 (0:0) beim Vizemeister Schalke 04.

Mit seinem sechsten Saisontor (53.) nach einer Flanke von Guy Demel verschaffte van Nistelrooy dem HSV wieder Anschluss an die Europapokal-Plätze. Gleichzeitig stoppte er die Aufholjagd der Schalker, die nach fünf Pflichtspielsiegen in der heimischen Arena erstmals wieder als Verlierer vom Platz gingen. Für Nationaltorwart Manuel Neuer war es nach 527 Minuten das erste Gegentor in einem Heimspiel.

Moritz klärt auf der Linie

Schalke bemühte sich zwar, mit schnellem Direktspiel an die starken Leistungen zum Ende der Hinrunde anzuknüpfen. Die ersten klaren Torchancen hatten aber die Hamburger. Änis Ben-Hatira tauchte plötzlich völlig frei vor Neuer auf, der glänzend parierte (9.).

Ruud van Nistelrooy bugsierte den Ball mit der Brust aus kurzer Distanz knapp über die Latte (10.). Als Jonathan Pitroipa nach einem Duell mit Neuer im Strafraum zu Boden ging, ließ Schiedsrichter Knut Kircher zu Recht weiterspielen (12.).

Nach einer Ecke von Ze Roberto hatte Gojko Kacar Pech, dass der Schalker Christoph Moritz für den schon geschlagenen Neuer auf der Linie rettete (26.).

Draxler schreibt Geschichte

Auf der Gegenseite prüfte Ze Roberto unfreiwillig seinen Keeper Frank Rost, der mit einer Glanzparade die Schalker Führung verhinderte (28.). Das Hamburger 1:0 hatte kurz nach der Pause bereits Eljero Elia auf dem Fuß, doch der Niederländer verfehlte knapp das Tor (48.).

Schalke-Trainer Felix Magath ließ zunächst den leicht angeschlagenen Jose Manuel Jurado auf der Bank, auch der im Trainingslager in der Türkei so überzeugende Julian Draxler blieb draußen.

Für Rechtsverteidiger Atsuto Uchida, der mit Japan beim Asien-Cup spielt, rückte wie erwartet Joel Matip ins Team. Sieben Minute vor dem Ende debütierte schließlich der erst 17 Jahre alte Draxler als jüngster Bundesligaprofi der Schalker Bundesliga-Geschichte.

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Hannover 96

  0:1  

FC Schalke 04

Spielbericht:

Dank Raul hat Schalke 04 bei seiner angekündigten Aufholjagd auf die Europapokalplätze einen ersten Teilerfolg errungen. Eine Woche nach dem verpatzten Rückrundenstart mit der 0:1-Heimpleite gegen den Hamburger SV gewannen die Gelsenkirchener durch den zehnten Saisontreffer des Spaniers mit 1:0 (1:0) bei Hannover 96 und feierten ihren dritten Auswärtssieg der Spielzeit.

Das Überraschungs-Team aus Niedersachsen, das aus den
vorangegangenen sieben Partien insgesamt 18 Punkte geholt und daheim zuletzt vor zweieinhalb Monaten verloren hatte, musste derweil wieder einen Dämpfer hinnehmen. 96 blieb aber dennoch Tabellenzweiter.

Zähe Anfangsphase

Die Zuschauer in der AWD-Arena sahen eine Anfangsphase ohne große Höhepunkte. Schalke zeigte sich im Spielaufbau zunächst oft schwerfällig und mühte sich lange Zeit vergeblich, gegen das kompakte Mittelfeld der Platzherren Akzente zu setzen. Trainer Felix Magath hatte seine Startformation gegenüber der Niederlage gegen den HSV auf zwei Positionen verändert. Für Joel Matip und Edu rückten Peer Kluge und der 17 Jahre alte Julian Draxler ins Team. Doch auch der jüngste Spieler der Schalker Bundesliga-Geschichte konnte sich bei seinem Debüt in der Startelf zunächst allenfalls mit einigen guten Ansätze einbringen.

Nach gut einer halben Stunde leitete der Youngster dann aber die Schalker Führung ein. Schmitz, der seinem Team am kommenden Wochenende gegen 1899 Hoffenheim aufgrund einer Gelbsperre fehlen wird, nahm den Pass Draxlers auf und flankte präzise in die Mitte. Dort entwischte Raul 96-Innenverteidiger Emanuel Pogatetz und schob aus kurzer Distanz ein. Ron-Robert Zieler, der im Tor der Niedersachsen erneut den Vorzug vor Florian Fromlowitz erhalten hatte, konnte den Ball nicht mehr entscheidend ablenken.

Hannovers Coach Mirko Slomka setzte von Beginn an auf die Siegermannschaft vom 3:0 bei Eintracht Frankfurt. Auch Sergio Pinto wurde nach überstandenem Magen-Darm-Infekt rechtzeitig fit. Nach 13 Minuten musste dann allerdings Jan Schlaudraff verletzungsbedingt passen und wurde durch Lars Stindl ersetzt. Der ehemalige Karlsruher hatte immerhin die beste 96-Chance der ersten Halbzeit: Sein Schuss aus 18 Metern strich knapp am Tor vorbei (21.). Beim zweiten Versuch Stindls hatte Nationaltorwart Manuel Neuer keine Probleme (29.).

96 engagiert, aber unpräzise

Ansonsten zeigten sich die Gastgeber zwar engagiert und versuchten, den Ball immer wieder schnell in die Spitze zu spielen. Ungenauigkeiten verhinderten aber, dass etwas Zwingendes bei den Aktionen heraussprang. Die sonst so gefährlichen 96-Stürmer Didier Ya Konan und Mohammed Abdellaoue wurden kaum einmal vielversprechend in Szene gesetzt. Schalke zeigte sich nach der Führung ein wenig aktiver und hatte eine weitere Möglichkeit durch Raul (36.), so dass sich der erste Durchgang insgesamt ausgeglichen gestaltete.

Nach dem Seitenwechsel schienen die Gäste zunächst schwungvoller aus der Kabine zu kommen, die erste gute Möglichkeit hatte aber Hannover. Ya Konan passte auf Abdellaoue, doch der Norweger mit marokkanischen Wurzeln verfehlte das Ziel aus aussichtsreicher Position (49.).

Auch in der Folgezeit suchten die Platzherren unablässig den Weg nach vorn. In der 64. Minute scheiterte Pinto an Neuer, kurz darauf lenkte der Schlussmann einen Pogatetz-Kopfball an die Latte. Auch Konstatin Rausch hatte kein Schussglück (73.).
Schalke konzentrierte sich derweil fast ausschließlich aufs Kontern

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FC Schalke 04

  0:1  

TSG Hoffenheim 1899

Spielbericht:

 Die groß angekündigte Aufholjagd des Vizemeisters Schalke 04 in der Bundesliga ist schon wieder beendet. Vier Tage nach dem Einzug ins Pokal-Halbfinale verloren die Königsblauen 0:1 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim und damit die Europacup-Plätze aus den Augen. Die Gäste beendeten dagegen ihre Durststrecke von sechs Spielen ohne Sieg und feierten den ersten Dreier unter ihrem neuen Trainer Marco Pezzaiuoli.

Isaac Vorsah erzielte bereits in der vierten Minute das entscheidende Tor für Hoffenheim, das mehrere hochkarätige Chancen ausließ und deshalb lange zittern musste. Schalke bot nach dem 3:2 nach Verlängerung am vergangenen Dienstag gegen den 1. FC Nürnberg eine ganz schwache Leistung und war am Ende mit dem Ergebnis gut bedient.

Babel vergibt die frühe Entscheidung

Die Gäste erwischten einen Traumstart. Nach einem Eckball von Sejad Salihovic köpfte Vorsah aus kurzer Distanz - fast unbedrängt von der Schalker Abwehr - mit dem Ohr zur frühen Führung ein. Von diesem Schock erholten sich die Königsblauen lange nicht. Viele Ungenauigkeiten und Missverständnisse prägten das Aufbauspiel, Hoffenheim ging wesentlich zielstrebiger zu Werke.

Nationaltorwart Manuel Neuer musste ein paar Mal nach langen Pässen in die Spitze in höchster Not für seine bereits ausgespielte Abwehr retten. Die größte Chance vergab Hoffenheims Neuzugang Ryan Babel, der allein auf Neuer zulief, aber am Schalker Keeper scheiterte (30.). Auch Salihovic ließ zwei hochkarätige Möglichkeiten aus (40. und 46.).

Draxler und Braafheid nur auf der Bank

Babel, der vom FC Liverpool gekommen war, gab sein Bundesliga-Debüt. Der 24-Jährige war bereits beim 0:1 im DFB-Pokal am vergangenen Mittwoch beim Zweitligisten Energie Cottbus erstmals für Hoffenheim aufgelaufen. Der Niederländer deutete in einigen Szenen seine Qulitäten an, doch fehlte noch das Verständnis mit seinen Nebenleuten. Dagegen musste Edson Braafheid, der am Donnerstag von Bayern München verpflichtet worden war, zunächst noch auf der Bank Platz nehmen.

Bei den Königsblauen saß Pokalheld Julian Draxler zunächst draußen. Erst nach der Pause durfte der 17-Jährige aufs Feld, nachdem Trainer Felix Magath eingesehen hatte, dass die Aufstellung des schwachen Rumänen Ciprian Deac ein Fehler gewesen war. Auch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, der seit dem 13. November 2009 auf einen Bundesliga-Treffer wartet, musste nach den ersten 45 Minuten raus.

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BXB

 0:0  

FC Schalke 04

Spielbericht:

Mit einer Weltklasseleistung hat Manuel Neuer den Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund gestoppt. Der Nationaltorwart rettete fast im Alleingang Vizemeister Schalke 04 ein 0:0 im 137. Revierderby. Mit zahlreichen Glanzparaden verhinderte der 24-Jährige das erste Derby-Double des BVB seit 14 Jahren und einen weiteren großen Schritt des souveränen Tabellenführers zum siebten Meistertitel.

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp bestimmte eindeutig den Klassiker, spielte sich Chance um Chance heraus, scheiterte aber immer wieder an Neuer. Damit verpasste der BVB nach dem 3:1 im Hinspiel den zweiten Derbysieg in einer Saison, was ihm zuletzt 1996/97 gelungen war.

Dortmund beginnt bärenstark

Dortmund knüpfte nahtlos an die starken Leistungen der vergangenen Wochen an und wollte den kriselnden Erzrivalen regelrecht überrollen. Einzig Neuer verhinderte eine frühe BVB-Führung, als er in den ersten sieben Minuten gleich drei hochkarätige Chancen zunichte machte. Erst parierte er gegen Mario Götze (3.), dann gegen Jakub Blaszczykowski (5.), schließlich gegen Mats Hummels (7.).

Nach diesem Turbo-Start nahm der Tabellenführer ein wenig das Tempo heraus, blieb aber jederzeit Herr des Geschehens. Es spielte weiter nur eine Mannschaft, Schalke kam kaum aus der eigenen Hälfte. Blaszczykowski scheiterte noch einmal frei vor Neuer (21.). Erst in der 22. Minute flog der Ball erstmals Richtung BVB-Tor: Ein Freistoß von Jose Manuel Jurado verfehlte allerdings Stürmer Raul ebenso wie das Dortmunder Gehäuse.

Auch Barrios scheitert

Glück hatte Neuer nach einem Freistoß von Nuri Sahin: Hummels erwischte den Ball kurz vor dem Fünfmeterraum, setzte ihn aber neben das Tor (28.). Sieben Minute später hatte Lucas Barrios die große Chance zum 1:0, als er alleine auf Neuer zulief, doch auch der Südamerikaner verfehlte das Tor knapp.

Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Dortmund dominierte in allen Bereichen, Schalke war überfordert. Nur das 1:0 wollte nicht fallen. Barrios hatte Pech mit einem Pfostenschuss (55. ). Die erste echte Torchance für die Königsblauen hatte Jefferson Farfan in der 56. Minute: Nach einer Hereingabe von Lukas Schmitz setzte der Peruaner den Ball über das Tor. In der 77. Minute hatten die Schalker dann ihre größte Chance. Nach einem Pass von Raul scheiterte Jurado an Weidenfeller.

Annan mit Debüt

Im direkten Gegenzug musste wieder Neuer gegen den eingewechselten Robert Lewandowski Kopf und Kragen riskieren. Fünf Minuten vor Schluss war dann auch die Schalker Nummer eins geschlagen, doch Götze setzte den Ball aus fünf Metern an den Pfosten.

BVB-Trainer Klopp musste neben dem verletzten Japaner Shinji Kagawa auch den gesperrten Innenverteidiger Neven Subotic ersetzen. Für ihn kam der Brasilianer Felipe Santana erst zu seinem sechsten Saisoneinsatz. Schalke-Coach Felix Magath schickte von seinen vier Winter-Neuzugängen einen sofort ins Derby: Der Ghanaer Anthony Annan gab auf der Sechser-Position sein Debüt für Schalke. Der 24-Jährige war vom norwegischen Meister Rosenborg Trondheim zu den Königsblauen gewechselt.

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FC Schalke 04

  1:0   

SC Freiburg

Spielbericht:

 Jefferson Farfan hat die "Königsblauen" zum 1:0 (0:0) gegen den SC Freiburg geschossen. Mit dem ersten Liga-Heimsieg in der Rückrunde sorgte der Vizemeister wieder für mehr Ruhe.

Farfan traf in der 49. Minute nach Vorarbeit von Raul, es war das erste Schalker Heimtor im Jahr 2011. Dagegen steckt Klaas-Jan Huntelaar weiter im Formtief: Der Niederländer, der am Mittwoch noch für die "Elftal" beim 3:1 gegen Österreich getroffen hatte, ist seit 821 Bundesliga-Minuten ohne Tor und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Die Freiburger, die eine schwache Leistung boten, gingen nach sieben Spielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer vom Feld.

Bemühter Beginn der Gastgeber

Nach zuletzt zwei 0:1-Heimpleiten gegen Hamburg und Hoffenheim waren die Gastgeber sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Schon in der Anfangsphase bestimmten sie das Geschehen und hatten auch die ersten hochkarätigen Torchancen. Nach einer Flanke von Lukas Schmitz zwang Raul Freiburgs Torhüter Oliver Baumann zu einer Glanzparade (5.).

Dann setzte der spanische Weltstar Peer Kluge mit einem Hackentrick in Szene, der Mittelfeldspieler verfehlte jedoch knapp das Tor (11.). Sekunden später setzte Klaas-Jan Huntelaar einen Kopfball knapp über die Latte (12.).

Die Breisgauer kamen zunächst nur einmal gefährlich vor das Schalker Tor, nachdem Schmitz an der Mittellinie den Ball vertändelt hatte. Doch Innenverteidiger Benedikt Höwedes rettete vor Torjäger Papiss Cisse (3.).

Jendrisek blass gegen die Ex-Kollegen


Die "Königsblauen" blieben dominant, holten 10:0 Ecken in der ersten Halbzeit heraus, aber die Torszenen wurden immer seltener. Huntelaars Schuss wurde abgeblockt, Kluges Kopfball strich über das Tor (36.). Bei den Freiburgern hatte Trainer Robin Dutt den Ex-Schalker Erik Jendrisek in der Startelf aufgeboten, der Slowake setzte im linken Mittelfeld aber kaum Akzente und wurde zur Pause ausgewechselt.

Auf Seiten der "Knappen" kam Mario Gavranovic für Huntelaar und führte sich mit einem Pfostenschuss gleich gut ein (51.). Pech hatte auch Raul, der mit einer Doppelchance knapp scheiterte (69.).

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Bor.Mönchengladbach

  2:1 

FC Schalke 04

Spielbericht:

Neuer Trainer, neue Hoffnung für Borussia Mönchengladbach: Sechs Tage nach seinem Amtsantritt beim Bundesliga-Schlusslicht feierte Lucien Favre als Nachfolger des entlassenen Michael Frontzeck mit dem hochverdienten 2:1 (2:1) gegen Schalke 04 einen Einstand nach Maß und gleichzeitig den ersten Heimsieg des abstiegsbedrohten fünfmaligen deutschen Meisters seit dem 9. April 2010 (2:0 gegen Frankfurt).

Gladbach verkürzte den Abstand auf Relegationsplatz 16 dank einer kämpferisch überzeugenden Vorstellung auf vier Punkte.

Blitzstart von Schalke

Marco Reus (12.) und Mo Idrissou (23.) erzielten vor den Zuschauern im Bourssia-Park die Gladbacher Treffer. Für Schalke, das einen Rückschlag bei seiner Aufholjagd in Richtung Europacup-Plätze erlitt, hatte Peer Kluge (2.) schon früh zum 1:0 getroffen.

Der Start hätte somit für die Gastgeber schlechter nicht laufen können, als der Ex-Gladbacher Kluge ein verunglücktes Zuspiel von Manuel Neustädter zu Dante nutzte und Logan Bailly im Gladbacher Tor keine Chance ließ. Bailly, der unter Frontzeck seinen Nummer-1-Status an Christofer Heimeroth verloren hatte, kehrte ebenso in die Startelf der Borussen zurück wie Mittelfeldspieler Juan Arango.

Gladbach zeigt Reaktion

Der Fehlstart hinterließ bei den Gastgebern keinerlei Spuren. Gladbach drängte die Schalker fast ständig in die eigene Hälfte und erspielte sich eine Chance nach der anderen. In der sechsten Minute lenkte Nationaltorwart Manuel Neuer einen Kopfball von Idrissou (6. ) an die Latte, eine Minute später traf Marco Reus aus acht Metern ebenfalls den Querbalken.

Doch Gladbach ließ sich nicht beirren und schaffte doch noch den schnellen Ausgleich. Patrick Herrmann verlängert einen langen Ball per Kopf, und Reus hämmerte den Ball per Direktabnahme ins kurze Eck - Neuer war chancenlos.

Metzelder muss frühzeitig raus

Beim 2:1 der Gastgeber sah der Nationaltorwart allerdings unglücklich aus. Bei einer Flanke von Arango kam Idrissou vor Neuer an den Ball und köpfte sein viertes Saisontor.

Schalke-Trainer Felix Magath bot bis auf eine Ausnahme das Team auf, das im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals beim FC Valencia ein 1:1 erkämpft hatte. Der in der Königsklasse nicht spielberechtigte Anthony Annan ersetzte im defensiven Mittelfeld Joel Matip, der allerdings in der 32. Minute für Abwehrchef Christoph Metzelder ins Spiel kam. Der Ex-Nationalspieler verletzte sich in einem Zweikampf mit Havard Nordtveit am Knie.

Hermann verpasst die Entscheidung

Schalke, das mit der Referenz von nur einer Niederlage in den letzten sechs Pflichtspielen angereist war, bot eine enttäuschende Leistung und fand besonders in der Offensive kaum Mittel gegen aufopfernd kämpfende Gladbacher, die in der Schlussphase unter anderem durch Hermann große Chancen zum dritten Treffer vergaben.

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FC Schalke 04

 1:1

1.FC Nürnberg

Spielbericht:

Vizemeister Schalke 04 kommt nicht über das graue Mittelmaß hinaus. Im Duell der Altmeister gegen den 1. FC Nürnberg mussten sich die "Königsblauen" mit einem 1:1 (0:1) begnügen, die Wiedergutmachung für die 1:2-Pleite beim Schlusslicht Borussia Mönchengladbach gelang nicht.
Der Club darf dagegen nach nur einer Niederlage in den letzten fünf Spielen weiter vom Europapokal träumen. Schalke spielt am Mittwoch (20.30 Uhr) im DFB-Pokal-Halbfinale bei Bayern München um seine letzte Chance auf einen Platz im internationalen Geschäft.

Hegeler trifft zur Club-Führung

In der 37. Minute nutzte Jens Hegeler die erste Chance der Gäste zur Führung genutzt. Nachdem Nationaltorwart Manuel Neuer einen Schuss von Mehmet Ekici nach vorne abgewehrt und die gesamte Schalker Abwehr geschlafen hatte, staubte der 23-Jährige zum 0:1 ab. Beim Ausgleich profitierten die Königsblauen von einem Aussetzer der Nürnberger Defensive. Sergio Escudero war mit seinem Solo eigentlich schon hängen geblieben, da kam der Ball doch noch zu Raul, der sein elftes Saisontor erzielte (52.).

Die Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit ein zerfahrenes Spiel ohne Höhepunkte. Fehlpässe auf beiden Seiten prägten das Geschehen, Kombinationen über mehr als vier Stationen hatten Seltenheitswert. Immerhin musste Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer ein paar Mal eingreifen: Einen Schuss von Raul (7.) wehrte der Keeper aber ebenso sicher ab wie einen Kopfball von Klaas-Jan Huntelaar (31.).

Draxler macht Betrieb

Die Nürnberger brachten in der Offensive bis zum Führungstreffer überhaupt nichts zustande. Schon weit vor dem Schalker Strafraum waren die Angriffe der Franken meist beendet. Erst nach der Pause kam Leben ins Spiel. Mit der Einwechselung von Jungstar Julian Draxler nach 55 Minuten wurden die Gastgeber vor allem spielerisch deutlich stärker.  Schäfer musste zweimal mit Glanzparaden einen Rückstand verhindern - zunächst bei einem Kopfball von Raul (61.), dann bei einem Schuss von Huntelaar (63.). Doch der Schalker Angriffsschwung erlahmte danach wieder. Pech hatten die Nürnberger, als Christian Eigler in der 82. Minute per Kopf nur die Latte traf.

Farfan nicht dabei

Schalke-Trainer Felix Magath hatte vor dem Anpfiff wieder für eine Überraschung gesorgt. Escudero, im vergangenen Sommer verpflichtet, kam zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Für den Spanier musste der zuletzt überforderte Lukas Schmitz als Linksverteidiger weichen. Kurzfristig fiel Außenstürmer Jefferson Farfan mit einer Adduktorenverletzung aus.  "Club"-Coach Dieter Hecking musste seinen Toptorschützen Julian Schieber (Meniskuseinriss) ebenso ersetzten wie den gebürtigen Gelsenkirchener Ilkay Gündogan (Haarriss im Fuß). Christian Eigler agierte als einziger Stürmer.

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VfB Stuttgart

 1:0  

FC Schalke 04

Spielbericht:

Der VfB Stuttgart hat Vizemeister Schalke 04 nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und sich selbst Luft im Abstiegskampf verschafft. Drei Tage nach dem 1:0 bei Bayern München unterlagen die Schalker, die am Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Valencia antreten, 0:1 (0:1) bei den Schwaben. Damit bleiben die "Königsblauen", die in der laufenden Saison alle Partien im Anschluss an ein Pokalspiel verloren haben, in der Bundesliga weiter nur Mittelmaß. Der Serbe Zdravko Kuzmanovic erzielte den Treffer per Handelfmeter (15.). Eine Minute zuvor hatte Schalkes Innenverteidiger Benedikt Höwedes die Rote Karte gesehen.

Höwedes blockt Hajnals Schuss mit der Hand

Die Zuschauer im ausverkauften Stuttgarter Stadion sahen einen guten Start der Gäste. Mittelfeldspieler Joel Matip vergab allerdings die Chance zur Führung freistehend aus kurzer Distanz (6.). Auch nach dieser Szene bestimmten die Schalker, bei denen der niederländische Nationalstürmer Klaas-Jan Huntelaar und Christoph Moritz fehlten, das Spiel. Die Überlegenheit der "Königsblauen" endete allerdings abrupt nach einer knappen Viertelstunde. Schiedsrichter Felix Brych (München) verwies Höwedes wegen eines Handspiels kurz vor der Torlinie des Feldes. Nach Ansicht Brychs verhinderte der Abwehrspieler beim Schuss des Stuttgarter Spielmachers Tamas Hajnal einen Treffer. Kuzmanovic ließ sich die Chance zur Führung vom Elfmeterpunkt nicht nehmen.

Raul und Gavranovic verpassen den Ausgleich

Im Anschluss erarbeiteten sich die Gastgeber, die ohne den gesperrten Kapitän Matthieu Delpierre, Nationalstürmer Cacau, Torwart Marc Ziegler, Arthur Boka und Philipp Degen auskommen mussten, in Überzahl eine Feldüberlegenheit. Das Team von Bruno Labbadia konnte sich allerdings zunächst keine weiteren Möglichkeiten herausspielen. Auch die Schalker waren harmlos in der Offensive. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath, der zwischen 2001 und 2004 den VfB betreute und zum 444. Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie stand, überwand erst nach einer halben Stunde den Schock des Gegentreffers und der Roten Karte. Mario Gavranovic (38.) und der spanische Stürmerstar Raul (43.) konnten zwei Kopfballchancen aber nicht verwerten.

Magath wechselt zur Pause drei Mal

Mit Beginn des zweiten Abschnitts brachte Magath gleich drei neue Spieler, um trotz Unterzahl die Wende zu erzwingen. Die Maßnahme blieb zunächst aber ohne Erfolg. Während Schalke kaum Gefahr ausstrahlte, vergab der russische VfB-Stürmer Pawel Pogrebnyak die Chance zur Vorentscheidung (57.) in einer insgesamt schwachen Partie, die auch im zweiten Durchgang kaum Höhepunkte zu bieten hatte. Erst in der Schlussphase nahm die Begegnung mit zunehmender Hektik etwas mehr Fahrt auf.

 

   

FC Schalke 04

 2:1  

Eintracht Frankfurt

Spielbericht:

Schalke 04 ist auch in der Bundesliga wieder erfolgreich. Die "Königsblauen" besiegten Eintracht Frankfurt dank eines Treffers des 30 Sekunden zuvor eingewechselten griechischen Stürmers Angelos Charisteas (84.) mit 2:1 (1:0) und setzten sich damit fünf Punkte von den Hessen ab. Georgios Tzavellas (70.) beendete mit einem Treffer aus der eigenen Hälfte nach 793 Minuten mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 die Torflaute der Frankfurter, aber nach der neuerlichen Niederlage zeigt die Tendenz weiter bergab.

Fährmann patzt vor der Pause

Schalke profitierte beim 1:0 von einer Unaufmerksamkeit seines ehemaligen Torhüters Ralf Fährmann, der sich von Raul den Ball wegspitzeln ließ. Der Keeper holte den Spanier im Strafraum von den Beinen, Jose Manuel Jurado verwandelte den Elfmeter (45.+1). Der Vizemeister steigerte sich nach durchwachsenen ersten 45 Minuten erst in der zweiten Hälfte. Viele Ungenauigkeiten auf beiden Seiten prägten vor der Pause das Geschehen, das sich fast ausschließlich im Mittelfeld abspielte. Eingreifen musste zunächst nur Schalkes Torwart Manuel Neuer. Erst prüfte ihn sein ehemaliger Teamkollege Halil Altintop (19.), dann versuchte es Caio mit einem Freistoß aus fast 30 Metern (28.).

Schalke verpasst die frühe Entscheidung

Fährmann blieb weitgehend beschäftigungslos. Nur einmal hatte er Glück, als Jurado eine zu kurze Abwehr nicht nutzen konnte (32.). Nach der Pause verhinderte Fährmann allerdings gegen die allein auf ihn zulaufenden Mario Gavranovic (50.), Atsuto Uchida (58.) und Jefferson Farfan (66.) einen höheren Rückstand. Magath musste den gesperrten Benedikt Höwedes und den weiter angeschlagenen Klaas-Jan Huntelaar ersetzen. Sein Kontrahent Skibbe musste kurzfristig auf Kapitän Patrick Ochs (Bänder- und Kapselriss im linken Sprunggelenk) verzichten. Den erfolglosen Torjäger Theofanis Gekas, der den letzten Eintracht-Treffer beim 1:0 gegen Borussia Dortmund am 18. Dezember 2010 erzielt hatte, ließ er bis zur 63. Minute auf der Bank. Die Einwechslung Magaths von Charisteas, Griechenlands EM-Held von 2004, in der 83. Minute erwies sich indes als Glücksgriff.

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Bayer 04 Leverkusen

 2:0  

FC Schalke 04

Spielbericht:

Bayer Leverkusen macht Boden auf Borussia Dortmund gut, Schalke 04 bleibt dagegen im Spiel eins nach Felix Magath im Abstiegsstrudel. Vier Tage nach der Trennung vom Trainer-Manager verloren die von Interimslösung Seppo Eichkorn betreuten Königsblauen das Westduell bei Bayer Leverkusen verdient mit 0:2 (0:2) und konnten sich nicht vom Tabellenende absetzen. Der neue Chefcoach Ralf Rangnick, der am Montag vorgestellt wird, hat eine Menge Arbeit. Schalke spielte über weite Strecken konzeptlos und ideenlos, Nationaltorwart Manuel Neuer verhinderte eine noch höhere Niederlage.

Eren Derdiyok (19.) und Christoph Metzelder (27., Eigentor) sorgten für den verdienten Bayer-Sieg. Die Werks-Elf spielte sich drei Tage nach dem Aus in der Europa League gegen den FC Villarreal den Frust von der Seele und ist seit nunmehr sechs Bundesligaspielen ungeschlagen. Durch den Dreier konnte Verfolger Bayer den Rückstand auf Tabellenführer Dortmund (1:1 gegen Mainz) auf sieben Punkte verkürzen. Der Vorsprung auf Rekordmeister Bayern München beträgt weiterhin sieben Zähler.

Gute Leistung von Leverkusen

Gegen Schalke zeigten die Rheinländer eines ihrer besten Heimspiele in dieser Saison.
Derdiyok überraschte beim 1:0 Neuer beim Führungstor mit seinem Schuss aus 14 Metern in den Torwinkel, nachdem Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack den Schweizer herrlich freigespielt hatte. Unglücklich war die Aktion Metzelders, der acht Minuten später eine Hereingabe des Brasilianers Renato Augusto per Kopf unhaltbar für Neuer ins eigene Netz verlängerte. Eichkorn wechselte Metzelder zur Halbzeit aus. Heynckes hatte Ballack wieder in die Anfangsformation beordert. Der 34-Jährige übernahm den zentralen Part im offensiven Mittelfeld. In der neunten Minute scheiterte Ballack mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Schalker Kapitän Neuer, der eine Minute zuvor bereits gegen den frei vor ihm auftauchenden Sidney Sam geklärt hatte. Renato Augusto traf per Eckball den Außenpfosten (65.).

Eichkorn mit vier Veränderungen in der Startformation

Schalkes Interimstrainer Eichkorn schickte eine auf vier Positionen gegenüber dem 2:1 vor Wochenfrist gegen Eintracht Frankfurt veränderte Mannschaft aufs Feld. Der Champions-League-Viertelfinalist wirkte nach dem Theater um Magath in der vergangenen Woche jedoch verunsichert. Edu (16.) vergab eine der wenigen Chancen der Königsblauen. Leverkusen war gegenüber dem schwachen Auftritt in der Europa League dagegen nicht wiederzuerkennen. Bayer spielte sehr variabel, brachte die Schalker mit schnellem Kombinationsspiel immer wieder in Verlegenheit. Ballack fügte sich gut ein und setzte seine Mitspieler ein ums andere Mal gut Szene.

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FC St.Pauli

  0:2  

FC Schalke 04

Spielbericht:

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat das am Freitag abgebrochene Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Schalke 04 im Einzelrichter-Verfahren mit 2:0 Toren für den FC Schalke 04 als gewonnen gewertet.
Die DFL Deutsche Fußball Liga hat entschieden, dass die bis zum Abbruch des Spiels erzielten Tore persönlich für die Torschützen gewertet werden.

Tore von Raul und Draxler werden gezählt - Verwarnungen auch

Dies entspricht der Beibehaltung und Wertung der gegen einen Spieler ausgesprochenen persönlichen Strafen in einem vorzeitig abgebrochenen Spiel. Hinsichtlich der Spielwertung des Spiels für die Bundesliga-Tabelle ist gemäß § 18 Nr. 6 Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ausschließlich das Urteil des DFB-Sportgerichts vom 5. April 2011 maßgeblich. Die Bundesliga-Begegnung war kurz vor Spielende beim Stand von 2:0 für Schalke von Schiedsrichter Deniz Aytekin abgebrochen worden, nachdem Schiedsrichter-Assistent Torsten Schiffner in der 87. Minute von einem gefüllten Plastikbecher im Nackenbereich getroffen worden war. Der Becher war aus dem Hamburger Zuschauerbereich der Haupttribüne geworfen worden.

Auf dem Spielfeld hatten bis dahin der Treffer von Superstar Raúl (26.) und ein Abstaubertor von Julian Draxler (66.) Ralf Rangnick einen erfolgreichen Einstand bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank von Schalke 04 beschert. Aufseiten der Hamburger hatten zudem Jan-Philipp Kalla (68.) eine Gelb-Rote sowie Fin Bartels (78.) eine Rote Karte gesehen.

Verein ist für seine Zuschauer verantwortlich

Gemäß der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ist das Spiel für den FC St. Pauli mit 0:2 als verloren zu werten, da der Verein für seine Zuschauer verantwortlich ist und den Spielabbruch demnach zu verantworten hat. Über etwaige Sanktionen gegen den FC St. Pauli wegen des den Spielabbruch auslösenden Vorfalls wird das DFB-Sportgericht nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss noch in dieser Woche entscheiden.

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FC Schalke 04

  1:0  

VfL Wolfsburg

Spielbericht:

 24 Tage nach seiner Entlassung hat Felix Magath eine misslungene Rückkehr zu Schalke 04 erlebt. Der Meistertrainer verlor mit dem VfL Wolfsburg in Gelsenkirchen 0: 1 (0:0) und steckt mit seinem neuen Club weiterhin tief im Abstiegskampf.
Schalke feierte vier Tage nach seiner 5:2-Gala bei Inter Mailand einen weiteren Sieg, überzeugte aber spielerisch nicht annähernd wie in San Siro. Dank des späten Siegtreffers durch Jose Manuel Jurado (76.) erlebte Magaths Nachfolger Ralf Rangnick aber eine geglückte Heimpremiere.

Schalke spielbestimmend

In der ausverkauften Arena waren die "Königsblauen" durchgehend die überlegene Mannschaft, hatten auch die besseren Torchancen, mussten aber lange auf die Erlösung warten. Die beste Chance vor dem 1:0 hatte Alexander Baumjohann gehabt, der die Latte traf (62.).

Rangnick hatte zunächst bis auf Baumjohann die Helden von Mailand aufs Feld geschickt. Doch in der ersten Halbzeit lief nach einer guten Anfangsphase nur noch wenig zusammen. Raul mit einem Kopfball (6.) und Lukas Schmitz, der für Baumjohann begann, mit einem 18-Meter-Schuss (10.) verpassten eine frühe Führung.

Mehr Schwung mit Baumjohann

Danach wurde Wolfsburg stärker. Die Gäste, die in Grafite nur eine Spitze aufboten, hatten durch Cicero (20.) und Grafite (28.) ihre ersten Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel setzte Rangnick, der erstmals seit der legendären Abschieds-Ehrenrunde am 10. Dezember 2005 beim 1:0 gegen den FSV Mainz 05 und dem folgenden Rauswurf wieder in der Arena auf der Schalker Bank saß, ganz auf die Mailänder Elf. Mit Baumjohann kam etwas mehr Offensivschwung ins Spiel. Nach seinem Lattenschuss scheiterte er außerdem an Torhüter Diego Benaglio (66.).

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SV Werder Bremen

 1:1

FC Schalke 04

Spielbericht:

 Die Siegesserie der Schalker Europapokal-Helden unter dem neuen Trainer Ralf Rangnick ist zwar gerissen. Nach vier Siegen in vier Spielen unter Rangnicks Leitung mussten sich die "Königsblauen" am 30. Spieltag mit einem 1:1 (0:0) bei Werder Bremen begnügen. Der eingewechselte Edu rettete dem Champions-League-Halbfinalisten mit seinem Treffer in der 63. Minute einen Punkt. Damit bleiben die "Knappen" unter Rangnick ungeschlagen. Sandro Wagner hatte die Gastgeber mit seinem Führungstreffer (59.) nur kurz auf den ersten Heimsieg seit drei Monaten hoffen lassen.

Sechs Punkte Vorsprung auf Platz 16

Bremen hat sich mit dem Unentschieden noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt. Das Team von Trainer Thomas Schaaf ist zwar seit sieben Spielen ungeschlagen, wartet aber seit dem 15. Januar (2:1 gegen 1899 Hoffenheim) auf den sechsten Heimsieg in dieser Saison. Der Vorsprung auf den 16. Platz beträgt weiterhin sechs Punkte.  Rangnick hatte seine erste Elf im Vergleich zum 2:1 in der Champions League gegen Inter Mailand auf fünf Positionen verändert. Für Hans Sarpei, Joel Matip, Alexander Baumjohann, Jose Manuel Jurado und Edu rückten zunächst Bundesliga-Debütant Danilo Avelar, Anthony Annan, Julian Draxler, der gegen Inter gesperrte Jefferson Farfan und der frühere Bremer Charisteas in die Startformation. Der Grieche blieb Gelb-Rot-gefährdet aber zur Pause ebenso in der Kabine wie Kyriakos Papadopoulos. Für sie kamen Jurado und Edu.  Bei den Bremern konnte Torjäger Claudio Pizarro wieder von Beginn an für Denni Avdic (Jochbeinprellung) auflaufen. Verzichten musste Werder auf Philipp Bargfrede (Erkältung).

Neuer im Mittelpunkt des Geschehens

Nach einem zerfahrenen Beginn hatten die Schalker die erste gute Chance. Ausgerechnet Mittelstürmer Charisteas betätigte sich als Flankengeber. Werders Schlussmann Tim Wiese konnte die scharfe Hereingabe nicht unter Kontrolle bringen, Draxler kam in der zehnten Minute einen Schritt zu spät.
Anschließend aber dominierten die Gastgeber und hätten schon 60 Sekunden später in Führung gehen können. Doch Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) entschied nach einem Freistoß von Torsten Frings auf Torwartbehinderung von Per Mertesacker gegen Neuer und erkannte den Kopfballtreffer von Petri Pasanen nicht an. Nur zwei Minuten später rettete Neuer in höchster Not gegen Tim Borowski, der nach einem Querschläger frei im Fünfmeterraum aufgetaucht war. Auf der Gegenseite prüfte Raul in der 25. Minute Wiese mit einem Kopfball nach Flanke von Atsuto Uchida, doch der Bremer Schlussmann war auf dem Posten.

Wagner verschießt Elfer, trifft aber im Nachschuss

Werder kam mit viel Schwung aus der Pause. Marko Marin setzte mit einem Fernschuss ein erstes Ausrufezeichen (54.) und konnte anschließend bei einem Dribbling im Strafraum erst im letzten Moment fair gestoppt werden (56.). Mit regulären Mitteln war Pizarro zwei Minuten später nicht mehr zu halten, Benedikt Höwedes foulte den Peruaner elfmeterreif im Strafraum. Wagner scheiterte mit dem Straßstoß an Neuer, war aber dann zur Stelle und versenkte den Nachschuss.  Schalke zeigte sich nur kurz geschockt und schlug in Person von Edu zurück. Nach einer Flanke Uchidas war der Brasilianer mit einem Kopfball erfolgreich. Anschließend vergab Draxler gleich zweimal die Chance zum Sieg (66./70.), Edu setzte noch einen Kopfball an den Pfosten.

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FC Schalke 04

 0:1  

1.FC Kaiserslautern

Spielbericht:

Im voraussichtlich drittletzten Heimspiel mit Nationaltorwart Manuel Neuer hat Schalke 04 die Generalprobe für das Champions-League-Halbfinale gegen Manchester United verpatzt.
Am 31. Bundesliga-Spieltag musste der deutsche Vizemeister beim 0:1 (0:1) gegen den 1. FC Kaiserslautern die erste Niederlage unter Trainer Ralf Rangnick einstecken. Vor allem in der wackligen Hintermannschaft müssen sich die "Königsblauen" steigern, um am Dienstag im Hinspiel gegen den englischen Rekordmeister bestehen zu können. Die Lauterer Stürmer Erwin Hoffer und Srdjan Lakic brachten die neuformierte Schalker Defensive ein ums andere Mal in Verlegenheit.

Lakic mit dem Siegtreffer

Mit seinem 14. Saisontor sorgte Lakic (42.) für einen vorentscheidenden Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Die Pfälzer feierten zudem den dritten Erfolg in ihren letzten vier Auswärtsspielen.
Nationalkeeper Neuer war schuldlos am 0:1. Überhaupt zeigte sich der 25-Jährige fast durchgängig unbeeindruckt von den Diskussionen um seine Person. Aus der eigenen Fankurve erhielt er weitestgehend Unterstützung. Nur wenige Pfiffe mischten sich unter den Jubel, Neuer bekam sogar Szenenapplaus. "Du bleibst immer unser Manu!", stand auf einem Transparent. Ein Pappschild mit der Aufschrift "Geh doch gleich zum BVB!" blieb die Ausnahme.

Hoffer vergibt zwei Chancen

Schon früh setzten die Lauterer Schalke unter Druck. Alleine Hoffer hatte zwei Mal die Möglichkeit, die Elf von Trainer Marco Kurz in Führung zu bringen (3./23.), scheiterte jedoch am eigenen Unvermögen - erst verstolperte er den Ball, dann hielt er seinen Fuß nicht richtig in eine maßgenaue Flanke von Adam Hlousek. In der 24. Minute parierte Neuer stark gegen Christian Tiffert. S04 hatte seine erste Möglichkeit durch Edu, der nach einer Kombination über Jefferson Farfan und Raul zum Abschluss kam (19.). Farfan selbst hatte in der 33. Minute die Schalker Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch am Lauterer Keeper Kevin Trapp. Lakic ließ kurze Zeit später Neuer mit seiner Direktabnahme keine Chance.

Kaiserslautern hinten sicher

Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie. Rangnick wechselte mit Alexander Baumjohann, Jose Manuel Jurado und Ali Karimi zwar drei vermeintlich kreative Offensivkräfte ein, die jedoch zunächst kein Mittel gegen die tief stehenden Lauterer fanden. Die Gäste kämpften verbissen um den wichtigen "Dreier", ließen sich aber nur noch selten in der gegnerischen Hälfte blicken.

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FC Bayern München

 4:1 

FC Schalke 04

Spielbericht:

Bayern München hat den Patzer von Hannover 96 genutzt und steuert nach einer überragenden Leistung gegen Schalke 04 wieder auf Champions-League-Kurs. Angetrieben vom starken Arjen Robben und dank der Tore des Niederländers (6.), Thomas Müllers (13./84.) und von Mario Gomez (19.) bezwang die Mannschaft von Trainer Andries Jonker ein erschreckend schwaches Schalke 04 mit 4:1 (3:1) und rückte wieder auf Platz 3 vor. Schalke-Keeper Manuel Neuer, den die Bayern-Bosse gerne holen wollen, wurde von einigen Bayern-Fans erneut und beschimpft. Allerdings pfiffen andere Anhänger die Anti-Neuer-Rufe auch nieder.

Robben macht, was er will

In der ausverkauften Allianz Arena sahen dei Fans besonders in der ersten Hälfte hochüberlegene Bayern gegen harmlose Gäste. Schalke war vier Tage vor dem Rückspiel im Halbfinale der "Königsklasse" bei Manchester United körperlich anwesend - mehr nicht. Zur Pause zählten die Statistiker 10:0-Torschüsse: Auch das zwischenzeitliche 1:1 hatten die Bayern geschossen - Holger Badstuber traf per Eigentor (8.). Vor allem Robben, nach seiner Rotsperre zurück im Team, machte gegen die hilflose Defensive der "Königsblauen", was er wollte. Nach Vorarbeit von Gomez besorgte er vom Fünfereck mit der Picke die Führung. Neuer war zwar noch dran, konnte das Tor aber nicht verhindern. Nach dem 1:0 stand zunächst noch einmal Neuers Kollege Jörg Butt im Tor der Bayern im Fokus. Der Routinier verschätzte sich bei einer Flanke von Jefferson Farfan, der Ball plumpste Badstuber auf den Fuß und von da ins Tor. Doch die Münchner brachte der Ausgleich nicht aus dem Konzept. Ein Freistoß von Robben aus 16 Metern - Christoph Metzelder hatte Robben gehalten - landete in der Mauer, doch Müller staubte aus sechs Metern gedankenschnell ab.

Chancen im Minutentakt

Schalke half auch die Taktik von Trainer Ralf Rangnick nichts, der einen Stürmer zugunsten eines dritten defensiven Mittelfeldspielers geopfert hatte. Nach Flanke von Robben und Kopfballvorlage von Müller staubte Gomez zum 3:1 ab - es war der 24. Saisontreffer für den Toptorjäger der Liga. In der 30. Minute musste Metzelder nach Robben-Heber für den geschlagenen Neuer auf der Linie retten - die beste von vielen weiteren guten Bayern-Chancen vor der Pause. Rangnick stellte nach dem Seitenwechsel auf 4-2-3-1 um und brachte Edu für den wirkungslosen Raul. Doch an der Münchner Überlegenheit änderte das nichts. Allerdings leisteten es sich die Bayern im Gefühl des (fast) sicheren Sieges, ihre Angriffe ohne die nötige Konsequenz zu Ende zu spielen. Neuer hatte noch einige gute Szenen. So etwa, als er in kurzer Folge Schüsse von Franck Ribery und Müller parierte (67.).

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FC Schalke 04

 1:3  

1.FSV Mainz 05

Spielbericht:

Der FSV Mainz 05 hat sich erstmals auf sportlichem Weg für den Europapokal qualifiziert. Das Team von Trainer Thomas Tuchel erkämpfte am 33. Spieltag der Bundesliga bei Schalke 04 ein 3:1 (0:0) und gab damit Verfolger 1. FC Nürnberg im Rennen um einen Startplatz in der Europa League das Nachsehen. Der FSV hatte 2005 schon ein Gastspiel im UEFA-Cup gegeben - damals aber als Tabellen-Elfter über die Fair-Play-Wertung.

Schalke bringt Führung nicht über die Runden

Schalke ging durch den 110 Sekunden zuvor eingewechselten Klaas-Jan Huntelaar (47.) in Führung, es war das erste Tor des Niederländers seit November 2010. Dennoch schafften es die "Königsblauen" nicht, sich für das DFB-Pokal-Finale am 21. Mai gegen den Zweitligisten MSV Duisburg einzuspielen, denn Andre Schürrle (52.) erzielte kurz darauf den Ausgleich, bevor Lewis Holtby (82.) und Nikolce Noveski (85.) den Sieg perfekt machten. Drei Tage nach dem Champions-League-Aus gegen Manchester United waren die Schalker zwar bemüht, aber meistens zu harmlos. Die Verunsicherung war zu spüren, zum Beispiel, als Florian Heller ein reguläres Tor für Mainz erzielte, aber von Schiedsrichter Babak Rafati wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde (11.). Ausgleichende Gerechtigkeit: Zum 1:1 traf Schürrle aus Abseitsposition - und Rafati pfiff nicht.

Raul verpasst frühe Führung

Schalke hätte früh in Führung gehen müssen. Raul scheiterte aus kurzer Distanz am Mainzer Torhüter Christian Wetklo, der noch reflexartig die Beine zusammenzog und abwehrte (10.). Auf der Gegenseite stand ebenfalls der Torwart im Blickpunkt: Manuel Neuer absolvierte sein wahrscheinlich letztes Heimspiel für die "Königsblauen", bei denen er seit dem 20. März 1991 Mitglied ist. Viel zu tun hatte er nicht. Mainz schien zunächst abzuwarten, was der Konkurrent aus Nürnberg gegen 1899 Hoffenheim vorlegen würde. Erst nach der Schalker Führung und einem Wutanfall Tuchels an der Seitenlinie wachten die Gäste auf. Dennoch blieb Schalke spielbestimmend, Angelos Charisteas traf die Querlatte (69.). Der Grieche hatte einen Befreiungsversuch von Christian Fuchs geblockt. Schließlich nutzten die Mainzer Unkonzentriertheiten der Schalker Abwehr in der Schlussphase zu einem Doppelschlag.

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1.FC Köln

 2:1

  FC Schalke 04

Spielbericht:

Schalke 04 hat die Generalprobe für das Pokalfinale kräftig verpatzt und eine Woche vor dem vermeintlichen Saisonhöhepunkt einen neuerlichen Tiefpunkt erreicht. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick verlor am letzten Spieltag der Bundesliga 1:2 (0:1) beim 1. FC Köln und dürfte in dieser Form auch mit dem MSV Duisburg im Pokal-Endspiel am kommenden Samstag in Berlin einige Probleme bekommen.
Nach der sechsten Pflichtspiel-Niederlage in Serie beendete der Champions-League-Halbfinalist die Saison auf Rang 14 und damit Fünftletzter. Die Kölner verpassten nach dem Endspurt mit drei Siegen aus den drei Spielen unter Sportdirektor Volker Finke als Interimstrainer und neun Siegen aus den letzten zehn Heimspielen die einstelligen Tabellenränge nur knapp.

Zudem beendete Milovoje Novakovic nach seinem 17. Saisontreffer zum 1:0 (25.) die Spielzeit als drittbester Torschütze der Liga. Mato Jajalo erhöhte mit einem sensationellen Treffer aus 35 Metern, bei dem Neuer keine gute Figur abgab, auf 2:0 (60.). Raul gelang mit seinem 13. Saisontreffer (87.) lediglich noch Ergebniskosmetik für die Gelsenkirchener.

Novakovic vollstreckt Brecko-Flanke

Die Besucher bekamen zunächst kaum etwas zu sehen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Lukas Podolski flankte Miso Brecko den Ball dann in der 22. Minute in den Strafraum, Benedikt Höwedes rutschte weg und Novakovic vollstreckte.

Auch nach dem Gegentor wachte Schalke nicht aus seiner Lethargie auf. Rangnick reagierte eisern: Bereits in der 35. Minute mussten Edu und Alexander Baumjohann vom Feld und ohne Sportgruß in die Kabine. Für sie kamen Klaas-Jan Huntelaar und Julian Draxler.

Rensing im Glück

Dies zeigte zumindest ein wenig Wirkung: Zwei Minuten vor der Pause schlenzte Jose Manuel Jurado den Ball an den Innenpfosten; Kölns Keeper Michael Rensing hatte an seinem 27. Ehrentag das Glück eines Geburtstagskindes, als ihm der Ball von dort an den Unterschenkel prallte, nicht aber ins Tor.

In der zweiten Halbzeit traf Schalke noch zwei Mal Latte und Pfosten. Unter dem Strich war Köln aber die aktivere Mannschaft und gewann das letzte Saisonspiel nicht unverdient.

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